• MonaBrichtAus

    "Vertrauen? …Ihnen?"
    Seine Gesichtszüge bleiben vollkommen glatt, doch ich kann die Belustigung in seiner Stimme hören. Ich muss grinsen.
    “Lachen Sie mich aus, Vincent?”
    “Keineswegs.” Doch bei einem schmalen Lächeln erwische ich ihn trotzdem, bevor er sich mit einem Räuspern fängt. “Das ist keine Eigenschaft, die mir liegt.”
    “Ich weiß. Mich interessiert nur, wie Sie das mit Ihrem Weltverständnis vereinen. Wäre es nicht sehr einfach, die Hoffnung zu verlieren, wenn man kein Vertrauen in die Grundlage der eigenen Existenz hat?”
    “Ich weiß nicht. Wie geht es Ihnen denn damit?”
    "Ha ha."
    Er beugt sich vor, macht eine kleine, aber wirkungsvolle Pause.
    “Am Ende sind Sie an das Handwerk Ihrer Kunst gebunden. Ich muss Ihnen nicht vertrauen. Ich muss nur mir selbst zutrauen, interessant genug zu sein, um Ihre Aufmerksamkeit zu halten.”
    "Sie halten sich für unersetzlich, was?"
    Er lehnt sich zurück und schlägt die Beine übereinander. Sein Blick ist berechnend.
    “Ich halte mich für Unterhaltsam… nach Ihren Maßstäben, versteht sich. Ich bin kein Mann des Theaters, aber das Schauspiel beherrsche ich sehr gut. Wir brauchen einander.”
    “Ich bin nicht sicher, ob ich die Formulierung mag.”
    “Gewöhnen Sie sich dran.”

    Das nächste Thema wäre Theater/Schauspiel

    Verfasst in Forenspiele weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    Ehm… gehört hinter den T-shirt-Spruch “After all this time is all we want our magical letter” ein Fragezeichen? Ansonsten muss es nämlich heißen: “After all this time, all we want is our magical letter”.

    Edit: Oder eben “our magical letter is all we want”. Aber so, wie’s da steht, ist’s definitiv falsch.

    Verfasst in Neuigkeiten weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    @Ginge_schon_aber @NelaNequin Wenn ich hier ganz unsouverän reingretschen darf…

    Das scheint für Dich ein ziemlich aufwühlendes Thema zu sein. Ein Grund mehr, es nicht in einem Forum zu “besprechen”, denn das führt zu nichts.

    Eigentlich ist NelaNequins Argumentation recht sachlich, finde ich. Wei nicht, inwiefern es notwendig ist, da jetzt übermäßige Emotionalität reinzuinterprätieren.

    Aber da Du mich direkt erwähnt, nur so viel:
    Ich habe den Begriff nicht einmal erwähnt. Aber sehr deutlich gemacht, zumindest hoffe ich es, dass es mir um eine Umdeutung geht. Du willst ihnen den Begriff überlassen und ihn möglichst als Abgrenzung zu ihnen nutzen. Mir ist das viel zu kurz gedacht. Denn das gibt ihnen Nährboden. Ich will den Begriff selber nutzen, damit ihnen nichts bleibt und sie sich nicht auf eine eigene Sprache und damit den Grundstein einer Kultur berufen zu können.

    Naja, es ist eine Sache, im Rahmen einer durchdachten Aktion einen rechten Kampfbegriff gezielt neu zu verwenden, und eine andere, unwissentlich Rechtspopulisten nach dem Mund zu reden, wie viele es nun einmal tun. Daher ist der Hinweis hier wirklich sinnvoll. Einen Begriff effektiv umzudrehen und umzudeuten, braucht eine Menge Arbeit und sprachliches Geschick. Ihn einfach weiter zu verwenden, weil man ihn “den rechten nicht überlassen will”, finde ich nun ein bisschen zu kurz gedacht.

    Die größten Gegner von Queerer-Literatur die ich kenne sind ein schwules Pärchen. Die legen jeden Roman weg, wenn eine der Figuren schwul ist, da es ihnen einfach nicht gefällt darüber zu lesen. Das ist deren Marotte, über die wir schon oft gelacht haben. Das meine ich auch damit, sich einfach locker zu machen.

    Auf die Gefahr hin,gehässig zu klingen… schön,dass du ein schwules Pärchen kennst, aber das ist kein Argument. Und ich verstehe, dass du Menschen sympathisch findest, die die Dinge etwas lockerer sehen - innere Ruhe ist ne sympathische Eigenschaft. Aber sich um respektvollen Umgang mit marginalisierten Gruppen bemühen kann man trotzdem. Es gibt mehr als ein schwules Pärchen, und genug davon ist Repräsentation wichtig. Ist die Meinung der einen wichtiger als die der anderen?

    In meinem aktuelln Projekt gibt es drei Hauptfiguren. Alle drei sind Frauen. Über die Hautfarbe habe ich bisher noch nicht nachgedacht. Aber schon jetzt könnten sich Männer diskriminiert fühlen. Muss ich das nun also umschreiben?
    Muss eine der Frauen queer sein? Damit ich nicht in den Verdacht gerade ein Nazi zu sein? Das ist doch verrückt!

    Schon,aber… wo hast du das her? Wer hier hat behauptet, dass du ein Nazi bist, wenn du keine Repräsentation schaffst? Klar ist die Diskussion um dieses Thema oft heftig, aber diese Darstellung kommt mir doch etwas Strohmann-haft vor.

    Das ist schlicht falsch. Schau dir z.B. Alien an. Sigourney Weave im Jahr 1979 als Action-Heldin in einer Welt, in der Männer stets und ständig die falschen Entscheidungen treffen und wie die Fliegen sterben, während Ripley überlebt.
    Jodie Foster in Das Schweigen der Lämmer. Sarah Connor in Terminator.
    Auch die homosexuelle Thematik gibt es schon lange im Film:
    Coming Out, Sommersturm, The Hanging Garden
    kommen mir da sofort in den Sinn.
    Zu behaupten, dass es so etwas zuvor nicht gab, nur weil die Filmemacher mit solchen Falschaussagen gerne Aufmerksamkeit auf Ihre Projekte lenken wollen ist sehr gefährliches Halbwissen.

    Nela sagte “selten”, wenn ich nicht ganz falsch bin. Und im gegensatz zu heute, wo das Bewusstsein für solche Thematiken größer ist, ist das meines Wissens nach keine Missdeutung.

    Wie gesagt, man merkt, dass Dir die Thematik sehr am Herzen liegt, aber Du bringst Sachen durcheinander und gehst von Dingen aus, die nicht der Wahrheit entsprechen (z.B. hatte ich ja auch schon gesagt, dass ich nicht durch meinen Alltag gehe, ohne anzuecken. Ohne zu viel preisgeben zu wollen, glaube mir, ich gehöre eher zu denen, die diskriminiert werden!).

    … Lass sie für dich abgeschlossen sein, wenn du willst, aber ich finde, ein bisschen zu einfach machst du es dir bei mancher deiner Antworten schon, gerade, wenn sie logische Antworten auf Nelanequins Text sein sollen.

    Verfasst in Plauderecke weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    @marinacgn Ich weiß nicht, ob der eigentliche Punkt um Political Correctness, wie er im Moment diskutiert wird,mit deinem ganz unten beschriebenen Vorhaben wirklich aneinandergerät. es geht ja (meines Verständnisses nach) nicht darum, dass Charaktere auf keinen Fall bestimmte Dinge sagen dürfen. Nazis in Literatur darzustellen, läuft nicht gegen den Versuch der Political Correctness. Historische Literatur zu schreiben, die nur weiße/männliche/hetero/cis-Menschen darstellt, wäre da ja eher ein Problem.
    Ein gutes beispiel in der Diskussion ist für mich etwas,das Youtuber FoldingIdeas über die Fifty-Shades-Reihe gesagt hat: Es ist ok,wenn Christian Grey ein Arschloch und sadist ist, der seine Vorstellung von BDSM benutzt, um Frauen auszunutzen. Es ist nicht schlecht, wenn ein Charakter schlechte Eigenschaften hat. Das “Problem” entsteht dann, wenn in dem jeweiligen Text damit fahrlässig umgegangen oder etwas romantisiert wird, wie das in fifty shades der Fall ist. Da ich nicht davon ausgehe, dass du vorhast, Nazis zu romantisieren, haben die beiden Dinge also nur bedingt miteinander zu tun, denke ich.

    Verfasst in Plauderecke weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    Auch mal wieder Hallo! :D Nachdem ich nach einer Mail von meinem Prof heute festgestellt hab, dass die aktuelle Hausarbeit mich fünfmal so viel arbeit kosten wird wie gedacht, flüchte ich mich mal wieder kurz ins Forum XD Den Rest des Tages verbringe ich vermutlich mit Literatursuche und dem Durcharbeiten meiner Primärquelle.

    Verfasst in Schreibmotivation weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    @czil sagte in Cultural Appropriation vs. Inspiration:

    So ganz verstehe ich die Diskussion nicht.
    Du wirst immer jemanden finden der was auszusetzen hat an deinen Geschichten wenn er was sucht.
    Wenn es dir Spaß macht, schreib die Story.
    Was ich allerdings machen würde ist, die ganze Sache weit mehr verfremden. Die Begriffe sind viel zu nah an den Vorbildern. Schöner finde ich so einen Aha-Effekt. Wenn man Parallelen erkennt aber nicht gleich mit der Nase drauf gedrückt wird.
    Übrigens gab es so was ähnliches wie Geishas sicher auch in China, Indien oder so. Im Gegensatz zu dir hatten die “Alten“ da wenig Skrupel was zu übernehmen und an ihre Bedürfnisse anzupassen.

    Es geht bei dem Thema meiner Meinung nach nicht wirklich darum, etwas zu machen, woran “keiner was auszusetzen hat”. Wenn du das Buch schreiben willst, das jedem gefällt, bist du sowieso raus. Es geht mehr um Respekt. Es geht weniger um ein “müssen” und mehr darum, einen guten Umgang mit einer fremden Kultur zu schaffen, ohne diese zu karrikieren oder Urteile zu fällen, die ein westlicher Autor nicht treffen kann. Lindsay Ellis wurde zu dem Thema ja schon zitiert, und ihrer Meinung schließe ich mich da an.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    zur Info (hoffe, ich übersehe niemanden, der das schon gesagt hat xD), der Frankfurt-Treff ist regelmäßig ungefähr einmal im monat und wir versuchen auch dran zu denken, es vorher im Forum anzumelden :) Nur für diesen Juli jetzt gibt es meines Wissens gar keinen Frankfurt-Termin.

    Verfasst in Real Life-Treffpunkt weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    Ich erfahre GENAU JETZT, dass wir überhaupt Schreibnacht haben xD habe aber zufällig (und sehr passend) bereits eine sommerliche Jazz-Version des Ghibli-Soundtracks laufen und geselle mich zu euch^^

    Verfasst in 63. Schreibnacht weiterlesen
  • MonaBrichtAus

    Der beste Ratschlag, den ich zu dem Thema je bekommen habe, kam von meinem Vater. Ich war mit… 15? 16? noch echt defensiv, was Schreibratgeber jeglicher Art anging. Ich hatte die (übertriebene) Angst, dass auch nur der Anblick eines Regelwerkes mir all meine Kreativität magisch absaugen würde. Außerdem würde ich Rebellin ja sowieso alle Regeln brechen, haha!
    “Um Regeln brechen zu können, muss man sie kennen”, war seine Antwort. Tja.
    Ich habe meine Scheu überwunden und es hat meiner Schreibe echt gut getan. Es macht für mich außerdem das Plotten effektiver und spaßiger, wenn man mit verschiedenen Varianten rumprobieren kann und weiß, wie viele Kniffe und Möglichkeiten es gibt.

    Zum Timing generell, wann man Schreibratgeber anfangen sollte: Auf keinen Fall, wenn man gerade an einem ersten Entwurf sitzt. xD Das endet nur damit, dass man sein halbfertiges Manuskript nochmal komplett umstößt, und dann wird es nie fertig. Zwischen dem Beenden des ersten Entwurfs und der ersten Überarbeitung ist da vermutlich der beste Zeitpunkt.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.