• NelaNequin

    Meine Geschichten sind immer sehr divers. Als bisexuelle, nicht-binäre Person ist es für mich schon einmal naheliegend, queere Figuren reinzubringen. Ich habe irgendwie auch immer BI_PoC Charaktere reingebracht, schon in meiner Teenager-Zeit. Ich halte es auch für sehr wichtig, diverse Geschichten zu schreiben, weil es hilft Empathie zu schaffen und Menschen daran zu gewöhnen, dass die Welt eben aus mehr als cisallohetero, ablebodied, weißen Männern besteht, um es mal ganz überspitzt auszudrücken.

    @anyasunita sagte in Diversität in euren Geschichten:

    Es gibt ja auch Autoren, die dafür kritisiert wurden, dass sie über Minderheiten geschrieben haben, zu denen sie nicht gehören, anstatt diese Geschichten Mitgliedern dieser Gruppe (als Own Voices) zu lassen. Doch wenn man nur über Menschen schreibt, die so sind wie man selbst, ist das eine triste Angelenheit, finde ich.

    Das ist ein wenig anders, als du es darstellst. Es geht bei Own Voices nicht darum, gar keine Minderheiten zu schreiben, sondern darüber, sich nicht die Themen, die mit bestimmten Minderheiten einher gehen zu eigen zu machen. Eine weiße Person wird egal wie empathisch sie versucht daran zu gehen, nicht für eine davon betroffene Person glaubwürdig über Rassismus schreiben können. Das heißt nicht, dass du keinen schwarzen Charakter oder sogar Hauptcharakter haben kannst, nur, dass sich die Geschichte nicht zentral um Rassismus drehen sollte, da du das Thema nur von außen beschreiben kannst und damit schlimmstenfalls sogar BI_PoC schaden kannst. Dasselbe gilt genau so für heterosexuelle Menschen, die versuchen über Homofeindlichkeit zu schreiben oder cis Menschen, die versuchen über transfeindlichkeit oder allgemein auch so bestimmte trans Erfahrungen wie Disphoria zu schreiben usw.

    Ein gutes Beispiel ist aktuell vielleicht der zweite Last of Us Teil. Darin kommt ein trans Charakter vor und das Spiel will den Charakter auch sympathisch darstellen und alles. Aber auch wenn ich keinen Zweifel habe, dass Naughty Dog die besten Absichten dabei hatte, ist das Ergebnis einfach nur furchtbar verletzend für trans Menschen, da es effektiv Misery Porn zu Lasten der trans Figur ist. :( Das ist verletzend und wirkt für trans Konsumenten entwürdigend.

    Own Voices haben, was diese Themen angeht, einfach mehr Einsicht und Erfahrung, weshalb es wichtig ist, dass man auch Own Voices dazu schreiben lässt.

    Ich habe dazu letztes Jahr einen Weblog-Beitrag geschrieben. Wenn du magst, schau doch mal rein.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • NelaNequin

    Gar nichts. Meine Geschichten sind ziemlich modern und ich bin auch absolut kein Fan von Retro.

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • NelaNequin

    [Pride] [Historisches] Dekolonialisierung der Phantastik: Kolonialismus & Sexualität - Teil 1

    Da Pride Month ist, geht es diesen Monat bei der Dekolonialiserung der Phantastik um Sexualität und Kolonialismus. In diesem ersten Beitrag, geht es um die historische Einordnung von Sexualität, inklusive dem Einfluss, den der Kolonialismus darauf hatte.

    Verfasst in Schreibnacht-Blogs weiterlesen
  • NelaNequin

    Ich kann sowohl bei Pakhet/Joanne aus Mosaik, als auch bei Tina aus 7 Nächte das Überleben beinahe garantieren. Joanne war beim Militär, hat entsprechendes Survival Training hinter sich. Tina ist nicht ganz so gut ausgebildet, aber wurde dennoch von den Jägern trainiert und kommt eigentlich gut klar. Beide haben eine latente magische Begabung, die natürlich auch helfen würde.

    Bei Kyra aus Der Schleier der Welt wäre die große Frage, ob sie zu dem Zeitpunkt zugriff auf ihre Magie hat und das auch schon weiß. Mit Magie? Kein Ding. Ihre Magiespezialität ist Pflanzenmagie, insofern gibt es kaum einen besseren Ort dafür, als den Wald. Ohne Magie? Nun, sagen wir es mal so, Band 1 beinhaltet gleich zwei Szenen, in denen sie beinahe im Wald drauf geht ^^"

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • NelaNequin

    Ich habe eine fertige Geschichte à 4 Normseiten, die da passen könnte. Ich glaube ich versuche das mal.

    Verfasst in Verlagsausschreibungen weiterlesen
  • NelaNequin

    @nicola_ha sagte in Montagsfrage #192 - 08.06.2020:

    Gibt es eine Frage, die man deiner Hauptfigur besser nicht stellen sollte?

    Pakhet aus Mosaik kann man mit Fragen zu ihrer Vergangenheit jagen. Sie ist Pakhet, nicht länger Joanne Snyder, deswegen hat sie keine Vergangenheit. Je nachdem wie die Frage gestellt ist, weicht sie entweder aus oder wird wütend. Und ihr wollt nicht, dass Pakhet wütend wird.

    Ansonsten habe ich natürlich Kyra aus Der Schleier der Welt, die am ehesten dicht macht, wenn man Fragen zu ihrer Familie und speziell ihrem Vater stellt.

    Und ironischerweise ist auch für Tina aus 7 Nächte das Thema, wo sie wenige Fragen zu beantworten will. Bei ihr liegt es aber daran, dass sie versucht sich von ihrer Familie von Monsterjägern und der magischen Welt zu distanzieren. Und was soll sie normalen Menschen, die nichts von Magie wissen, erzählen?

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • NelaNequin

    @hollarius sagte in Insider?:

    mich hat auf jeden Fall Jojo Rabbit ziemlich umgehauen, auch wenn ich den Film teilweise bedenklich finde. Aber das Handwerk ist großartig, da muss ich auf jeden Fall mehr von sehen.

    Am meisten kann ich sein “Hunt for the Wilderpeople” (Wo die Wilden Menschen jagen) empfehlen. Das ist mit Abstand mein liebster Film von ihm. Der zeigt irgendwie seine Thematischen Schwerpunkte sehr gut. (Bei Jojo Rabbit sollte man bedenken, dass Taika selbst jüdisch und nicht weiß ist, weshalb er ein wenig anders über das Thema reden kann, als wir.)

    Verfasst in Plauderecke weiterlesen
  • NelaNequin

    Ich könnte ein paar englische Bücher auch empfehlen.

    • The Arcadia Project von Mishell Baker (großartige Urban Fantasy Trilogie)
    • The 6th World von Rebecca Roanhorse
    • The Craft Sequence von Max Gladstone

    Ich möchte außerdem gerne einmal die Filmographie von Taika Waititi empfehlen. Chancen stehen gut, dass bis auf Thor Ragnarök daraus nicht viel bekannt ist, da das meiste neuseeländische Indie-Filme sind. Aber sie sind großartig.

    Ansonsten kann ich auch ein paar YouTube-Kanäle empfehlen, die vielleicht noch nicht bekannt sind.

    Verfasst in Plauderecke weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.