• Andrea Weil

    :sunny: Ich wünsche mir, dass ich es schaffe, das Projekt für den bislang größten Verlag, der sich für etwas von mir interessiert, zu beenden und gut rauszubringen. Und der Schreibnacht alles Liebe. :sunny:

    Verfasst in Schreibnacht-Geburtstag weiterlesen
  • Andrea Weil

    “Ein Meer, das nicht gelegentlich damit drohte, einen vom Deich zu pflücken und mit sich zu reißen, war für Kaja kein Meer.”

    Aus dem Gefängnis. Bin im Urlaub an einem anderen Meer und im Notizbuch ist der Anfang nicht drin.

    Edit: Gedächtnis natürlich. Ein Hoch auf die Autokorrektur xd

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Nachdem ich die Deadline für den Verlag im vergangenen Jahr wegen Depressionen geschmissen hab, aber auf unerwartet viel Verständnis stieß, versuche ich, wieder in meinen Krimi rein zu kommen. Ich stehe bei etwa der Hälfte und verzweifle schlicht an meiner Unfähigkeit, mich längere Zeit zu konzentrieren, ohne müde zu werden (und ich muss ja auch noch nebenbei Geld verdienen). Meinen Figuren geht es super, das Setting ist toll, ich liebe es und habe keine Schreibblockade - ich bin “nur” erschöpft und habe Angst, den Verlag endgültig zu enttäuschen :see_no_evil:

    Sorry. Das ist keine gute Frage für mich an einem Montag.

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Ich mache nie mit. Zum einen, weil ich noch nie zur passenden Zeit ein neues Projekt am Start hatte, sondern bereits an einem schreibe. Zum anderen kommt bei mir der Schreibflow in Schüben, mich mit Wörterzählen weiter unter Druck zu setzen, hilft nicht. Ich habe genug Druck mit Verlagsdeadline, Agentin und meinem eigenen Perfektionismus. Es ist schön, wenn der NaNo anderen hilft und Austausch bringt, mich stresst allein der Gedanke viel zu sehr. Aber jedem, der mitmacht, wünsche ich viel Spaß und Erfolg.

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Meine kleinste Lesung war vor vier Menschen, von denen zwei Angestellte des Hauses waren, wo das ganze stattfand. Also bin ich hinter meinem Tisch hervorgekommen, und wir haben aus der ersten Reihe einen Stuhlkreis gemacht. Das war herrlich. Und im Anschluss habe ich die beiden älteren Damen um ihre ehrliche Einschätzung gebeten, denn das war ein kleiner Testballon mit einer Liebesgeschichte aus der Sicht von Senioren, also Protagonisten, die doppelt so alt sind wie ich. Daraus ist ein richtig gutes Gespräch entstanden. Wolfgang Hohlbein, hat mir eine Freundin von ihm erzählt, hatte seine erste Lesung vor drei Kindern. Die hat er dann alle zu Pizza eingeladen. Beim nächsten Mal brachten sie ihre Freunde mit und es waren schon 20. Das ist einfach Respekt vor jeder einzelnen Person, die auftaucht und sich interessiert. Da sollte man sich als Autor nicht zu fein sein.

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  • Andrea Weil

    Als das Frühchen zwei Wochen im Brotkasten lag. Wer braucht schon hochtechnisierte Brutkästen? Kann jeder billig zu Hause machen :joy:

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Andrea Weil

    Definitiv. Das ist ein Hauptthema in meinen Vampirgeschichten, weil ich das Konzept der Blutbindung dabei habe: Beißt ein Vampir einen Menschen, ohne ihn zu töten, muss dieser ihm bedingungslos gehorchen. Die Dynamik und die verschiedensten Gefühle, die daraus entstehen, sind u.a. ein Spiegelbild von missbräuchlichen Beziehungen.

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Ich liebe es, kleine Phrasen unübersetzt in meine Geschichten einzubauen, wenn z.B. ein Charakter Italiener ist, aber die Geschichte natürlich auf Deutsch geschrieben und verständlich sein soll. Für meine Erstveröffentlichung “No Pflock” hab ich mir einen Dialektberater besorgt, weil der Vorsitzende des Münchner Vampirältestenrats Bayerisch redet. Die Senioren jammern gern darüber, dass die Jugend kein Dialekt mehr kann und ein Stück Kultur ausstirbt, und viel älter als Vampirältestenrat geht halt nicht. Eine bayerische Testleserin sagte mir darauf, dass selbst sie den Kerl nicht mehr ernst nehmen kann, aber ich habe es trotzdem drin gelassen. Allerdings traue ich mich nicht, als Hessin diese Szenen in einer Lesung zu verwenden. #Gnackzuuzler

    Verfasst in Tag der Muttersprache weiterlesen
  • Andrea Weil

    Sehr schöne Frage! Da will ich ja am liebsten alle Projekte durchgehen, aber ich beschränke mich auf das aktuelle.

    Ganz offensichtlich ist Kalle, Kajas Lebensgefährte, mit dem sie den literarischen Reiterhof aufgebaut hat. Im Gegensatz zu ihr hat er seine jugendliche Rebellion auf einem bayrischen Dorf machen müssen und nicht in der Großstadt. Deshalb hat er ein bisschen mehr Einsicht und Verständnis, wie weit man gehen kann, um nicht alle andere Menschen komplett vor den Kopf zu stoßen. Er erdet Kaja, gibt nötigen Widerspruch, bringt sie zum Lachen und wälzt sich auch mal gern mit ihr im Heu :smirk:

    Vera, Kajas Ex, hat nur eine kleine, aber wichtige Rolle, weil sie sozusagen die lebende Erinnerung an Kajas wilde Jugend und ihre Träume ist.

    Sasha, die beste Freundin der Toten (das ist kein Spoiler, das ist ein Krimi und die Ausgangssituation) weckt in Kaja fast mütterliche Gefühle und gibt dadurch zusätzlich Ansporn, sich selbst an des Rätsels Lösung zu machen.

    Ich denke, das sind die drei wichtigsten, aber es geht noch sehr viel mehr.

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Motivation. Austausch. Anregung.

    Verfasst in 65. Schreibnacht weiterlesen
  • Andrea Weil

    Oh Gosh! Ravic als glitzernder Edward! Volle Kanne und nicht gespart mit Glitzer :joy:

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    @philbloom Danke, bin dabei. Zwischendurch kriege ich nur immer mal Angst, aber hier reinlesen hilft dann auch :relaxed:

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Ich habe das, glaub ich, schon mal in einem anderen Thread gepostet, aber gerne nochmal <3

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    Bram Stokers Dracula als Notizbuch, die Linien aus dem Text, mit den wichtigsten Zitaten rot markiert.

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    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    @philbloom sagte in Montagsfrage #155 26.08.2019:

    *edit: Ich glaube fest daran, dass verschiedene Kunstformen voneinander lernen, sich befruchten können. Um gemeinsam zu wachsen.

    Das definitiv. Mein Schreibstil ist erheblich besser geworden, seit ich im Studium die Grundlagen von Fernsehen und Radio gelernt habe.

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Ziemlich viel, Kaja ist ein sehr moralischer Mensch. Am meisten macht sich wohl bemerkbar, dass sie sogar diese höflichen, kleinen Alltagslügen verachtet.

    Verfasst in Schreibnacht Montagsfrage weiterlesen
  • Andrea Weil

    Auch wenn ich nur an einem Bruchteil der Schreibnächte teilnehmen konnte, seit ich 2015 hierhergefunden habe, ist es für mich ein tägliches Ritual, ins Forum zu schauen. Der Chat ist zwar etwas eingeschlafen, aber die Freundschaften, die ich da geschlossen habe, sind geblieben. Ich habe einen Roman geschrieben, der veröffentlicht wurde, und noch viele weitere Projekte bearbeitet, und immer wieder gibt mir die Schreibnacht den nötigen Arschtritt, um über schwierige Passagen hinwegzukommen. Happy Birthday, ihr Lieben! Toll, dass es euch gibt! <3

    Verfasst in 55. Schreibnacht weiterlesen
  • Andrea Weil

    Hallo, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns nehmen. Ich fange einfach mal mit dem heißesten Eisen an, das, glaube ich, viele Autoren interessiert: Wie wählen Sie unter den sicher vielen Manuskripten die aus, die für Ihr Verlagsprogramm taugen? Wie viele bekommen Sie so im Schnitt im Jahr zugeschickt? Was sind die Hauptkriterien, die für Sie eine Rolle spielen?

    Verfasst in Fragestunde mit dem Mantikore-Verlag weiterlesen
  • Andrea Weil

    Ich bin jetzt das Weichei, das schon kapituliert und gute Nacht sagt. Muss morgen raus und auf der Buch Berlin arbeiten, dabei bin ich gesundheitlich immer noch angeschlagen… Lieber ein bisschen Schlaf vor Mitternacht abgreifen. Bin “nur” bis zum Ende des Kapitels zum Abtippen gekommen, aber das ist schon mehr, als mir die ganzen verschnupften zwei Wochen gelungen ist. Also danke und viel Energie euch allen noch <3

    Verfasst in 46. Schreibnacht weiterlesen
  • Andrea Weil

    So, hab gerade etwas mehr Zeit als heute Morgen. Weil gefragt wurde, wie das so abläuft:

    Erstens: Ein Kunde tritt auf mich zu und wir führen ein Vorgespräch, meistens am Telefon, weil ich welche aus dem ganzen deutschsprachigen Raum hab. Er erzählt mir vom Projekt und ich erkläre, wie ein Lektorat abläuft, wir einigen uns, ob er Interesse hat an einem Coaching, einem oder zwei Lektoratsdurchgängen (auch je nach Budget).

    Zweitens: Der Kunde schickt sein komplettes Manuskript. Das kann auch manchmal vor dem Vorgespräch passieren, dann kann man nämlich schon etwas konkreter werden. Ich beurteile das Manuskript und mache dann erst einen individuellen Kostenvoranschlag, weil ich Preis pro Seite unseriös finde - es kommt ja ganz drauf an, worauf der Kunde wert legt und wie gut die Qualität des Manuskripts von Vorneherein ist. Dabei lege ich auch den Zeitrahmen fest, denn oft bin ich schon ein bis zwei Monate im Voraus ausgebucht und kann am Tag auch nicht acht Stunden über einem einzigen Manuskript brüten, da wird man genauso betriebsblind wie der Autor selbst.

    Drittens: Der Kunde akzeptiert den Kostenvoranschlag und zahlt einen Vorschuss, dann lege ich los. Wenn wir zwei Durchgänge vereinbart haben, lese ich im ersten auf Inhalt, Logik, Charakterdarstellung und Entwicklung, Spannungsbogen etc. und schreibe Kommentare an die Seite. Der Autor überarbeitet danach sein Manuskript und im zweiten Durchgang schaue ich mehr nach Sprache, Stil, Grammatik etc. und mache eine “Erfolgskontrolle” bei den geänderten Stellen. Haben wir ein Coaching vereinbart, entweder, weil noch zu viel nicht stimmt an der Rohfassung oder weil der Kunde sich kein komplettes Lektorat leisten kann, lese ich und erstelle eine Checkliste mit ein paar Beispielen, wo die Hauptprobleme sind, wie man die lösen könnte. Danach überarbeitet der Kunde selbst sein Manuskript. Ich habe auch schon Telefoncoachings gemacht, wenn der Kunde vielleicht drei Kapitel hatte, dann stecken blieb und nicht wusste, warum. Dann haben wir Fehleranalyse betrieben und gemeinsam gebrainstormt.

    Viertens: Was ich NIE tue: Einen Text umschreiben. Wer von mir ein Manuskript zurückbekommt, hat einen Haufen Anmerkungen und konstruktive Kritik, auch mal die ein oder andere Umformulierung. Was er NICHT hat, ist ein Manuskript, wo er nur auf “Änderung annehmen” drücken muss und kann es dann veröffentlichen. Das wären Ghostwriter und die sind noch erheblich teurer.

    Lektorat hat viel mit Vertrauen zu tun. Es fällt nicht leicht, jemandem sein Baby anzuvertrauen. Deshalb ist das persönliche Vorgespräch immens wichtig. Und was ist mit Probelektorat? Habe ich bislang nur zweimal gemacht - übrigens wird auch das bezahlt, also etwa eine Stunde. Aber die meisten Kunden sind nach dem Vorgespräch bereits überzeugt, dass wir auf einer Wellenlänge sind und uns verstehen, dass sie das gar nicht mehr brauchen. Manchmal schicke ich die Durchgänge auch in “Häppchen” zurück, damit der Kunde bereits mit Überarbeiten anfangen kann. Wir sind dann auch für Nachfragen meist in Mailkontakt. Kommunikation ist das Wichtigste und Einfühlungsvermögen. Am Schönsten ist es, wenn ich “Wiederholungstäter” habe und merke, dass sie beim Schreiben ihres zweiten Werks schon einiges von dem umgesetzt haben, was ich am ersten kritisiert hatte. Dann wird das Lektorat mit der Zeit auch immer günstiger, weil sich der Autor immer weiter verbessert. Aber ganz wegfallen lassen sie es nie, denn, wie ich ja selbst merke, wenn ich meine eigenen Geschichten schreibe: Das Wissen darum rettet einen nicht davor, manche Fehler immer wieder zu machen. Und der Blick von außen ist nicht zu ersetzen.

    Sooooo, ich hoffe, das hat weitergeholfen :-D

    Verfasst in Plauderecke weiterlesen
  • Andrea Weil

    “Er setzte sich im Schleudersitz auf den Boden.” - wahrscheinlich sitzt er nicht lange xd

    Verfasst in 39. Schreibnacht - 18.02.2017 weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.