• Jennie

    Ich könnte mir gut vorstellen, eines Tages von meiner Tätigkeit als Autorin zu leben. Da kommen ja im Idealfall noch weitere Einnahmen neben den Tantiemen dazu: Lizenzen, Lesungen, Seminare.

    2017 war ich selbstständig in einer Mischung aus Marketingmensch für die Buchbranche, Autorin, YouTuberin, Chefredakteurin - so etwas könnte ich mir durchaus für die ferne Zukunft wieder vorstellen. Tatsächlich hatte ich das so weitermachen können, aber dann kam der Traumberuf um die Ecke. Was soll man schon gegen das Schicksal machen? :grin:

    Diesen Traumberuf möchte ich auch ungern in absehbarer Zeit aufgeben, obwohl ich das große Glück habe, ab Mitte 2019 genügend mit dem Schreiben zu verdienen, um davon mindestens 2 Jahre leben zu können (für danach bräuchte ich dann logischerweise neue Verträge, die aktuell noch nicht unterschrieben sind). Aber nur am Schreibtisch zu sitzen und zu schreiben … Das wäre glaube ich nichts für mich :sweat_smile:

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  • Jennie

    Witzig, ich habe diese Frage erst neulich mit Victoria (https://twitter.com/VictoriaLinnea1) diskutiert, die sich sehr stark mit (Mikro-)Rassismus in der Literatur auseinandersetzt.

    Ich versuche mal, es so wiederzugeben, wie ich es verstanden habe.

    Die Frage ist: musst du die Augen beschreiben/definieren sie den Charakter?

    Beispiel: Wenn du einen Love Interest beschreibst, wären die mandelförmigen Augen erwähnenswert, denn in diesem Fall wirst du sicher auch die restlichen Gesichtszüge detailliert ausführen.

    Wenn es allerdings ein Nebencharakter ist und du nichts weiter sagst, als “hat übrigens mandelförmige Augen”, wäre es problematisch. Generell gibt es ja recht viele verschiedene Augenformen (nicht nur im Bezug auf Asien). Bei einem europäisch aussehenden Menschen würdest du sehr wahrscheinlich nicht “hat sehr runde Augen” schreiben (es sei denn, wie oben erwähnt: Love Interest. Da beschreibt man ja sehr gerne mit 2 - 3 Sätzen wunderschön lange Wimpern, etc.).

    Der Begriff “mandelförmig” ist an sich nicht problematisch, sondern wird es erst, wenn die Augen als einziges “Unterscheidungsmerkmal” herangezogen werden, damit der Charakter nicht “weiß” gelesen wird; denn dadurch implizierst du automatisch, dass “mandelförmige Augen” nicht der Standard sind und das fördert (unbewussten) Rassismus.

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  • Jennie

    Aber wurde nicht auch mal ein Kurzgeschichtenband von Haruki Murakami herausgebracht?
    Dann würde mir noch Stephen Fry einfallen … Also: es ist durchaus möglich, wenn das Gesamtkonzept wie oben erwähnt überzeugt :smile:

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  • Jennie

    @serenitywing sagte in Ich liebe Lyrik und Kurzgeschichten, aber die Verlage nicht!:

    Vielen Dank für die Anthologie-Empfehlungen. Doch nun Frage ich mich, was Verlage von Kurzgeschichten-Bänden von einem einzelnen Autor halten. Denn ich möchte Kurzgeschichten im Genre Young Adult mit denselben Figuren und Schauplätzen schreiben. Eine Anthologie ist ein Sammelband mit Geschichten oder Gedichten mehrerer Autoren.

    Bei meinen Aufzählungen ist auch ein Projekt dabei, das komplett von einem Autor verfasst wurde :smile:
    Aber das kenne ich eher von bekannten Autor*Innen wie Neil Gaiman (https://www.amazon.de/Zerbrechliche-Dinge-Geschichten-Neil-Gaiman/dp/3847906550), Terry Pratchett (https://www.amazon.de/ganze-Wahnsinn-Storys-Terry-Pratchett/dp/3492267440/) oder natürlich Lovecraft.

    Aber wie gesagt: ich komme auch aus der Phantastik, vielleicht ist das in anderen Genres geläufiger?

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  • Jennie

    Das ist gar nicht mal so leicht zu beantworten :sweat_smile:

    In erster Linie sind Verlage Wirtschaftsunternehmen und fragen sich: wer würde dieses Produkt kaufen?
    Wenn du diese Frage für dein Projekt mit “Ich!” beantworten kannst, ist das ein erster wichtiger Schritt, aber nicht wirklich überzeugend für den Verlag. Warum würdest du es kaufen? Was unterscheidet deine Kurzgeschichte von all den anderen Anthologien (meist zusammengesetzt aus mehreren Autor*Innen)? Oder gibt es eventuell erfolgreiche Vergleichstitel? Ich kenne mich leider im Kurzgeschichten-Segment nicht wirklich aus (komme aus der Phantastik), aber ich kann mir schon vorstellen, dass du mit dem richtigen Hebel einen Verlag überzeugen kannst.

    Nur einen großen Publikumsverlag zu überzeugen, wird wahrscheinlich schwierig, da dort selbst Anthologien mit Namen wie Cecelia Ahern eher mittelmäßig bis schlecht laufen.

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  • Jennie

    Gerade bei Kleinverlagen gibt es recht viele Anthologien, wobei sich das wirtschaftlich meistens für die Beitragenden nicht wirklich lohnt :/

    In größeren Verlagen habe ich auch schon die ein oder andere Anthologie gesehen, aber meist zu speziellen Anlässen (zB Weihnachten) und mit bekannten AutorInnen als Zugpferde. Leider kaufen die meisten LeserInnen keine Anthologien, sonst würden die größeren Verlage/Buchhändler*Innen da sicherlich mitziehen :/

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.