• S
    Sabrina Qunaj

    Ihr Lieben, die Stunde flog ja vorbei!
    Vielen Dank, dass ich bei eurer Schreibnacht vorbeisehen durfte und auch für euer Interesse. Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gerne jederzeit über Facebook oder meine Homepage schreiben.

    Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß beim gemeinsamen Schreiben. Dann mache ich mich auch mal an die Arbeit, um meine “Isabel” endlich abgeben zu können :-)

    Alles Liebe
    Sabrina

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  • S
    Sabrina Qunaj

    @‘Bellasie’ said:

    Ich wünsche dir noch viel Erfolg bei deinen zukünftigen Projekten.

    Dankeschön :-)

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  • S
    Sabrina Qunaj

    Aber klar, immer nur her mit den Fragen :-)

    Die Ideen finden - leider - mich. Viel zu oft und immer in den falschen Momenten (meist, wenn ich, wie jetzt, dringend etwas fertig schreiben muss).
    Das kann alles sein - ein Satz, den ich wo aufschnappe, Menschen, die vorbeigehen, eine Landschaft, die mich berührt, eine Stimmung, die mich plötzlich heimsucht, etwas, das ich lese oder im Fernsehen sehe. Hinterher lässt sich das alles einfach sehr schwer sagen.
    Wenn ich aber mal vom Ideenblitz getroffen wurde, höre ich sehr gerne Musik, um die Geschichte weiterzuentwickeln und meine Charaktere kennenzulernen. Oft habe ich für jeden meiner Charaktere einen eigenen Song und mit Musik erfahre ich, wie die Geschichte weitergehen muss, wie der Charakter beschaffen ist usw. Musik ist also wirklich meine absolute Inspirationsquelle. Einen Charakter erschuf ich tatsächlich nach einem Song. Der war ursprünglich nicht geplant und ich hatte schon 300 Seiten fertig, aber als ich diesen Song hörte, sah ich den Charakter vor mir und er musste ins Buch. Also wurde alles geändert (so viel zum Thema Planung, wie im anderen Thread schon besprochen :-) ) und der Charakter kam rein - er ist übrigens in “Elfenkrieg” :-)

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  • S
    Sabrina Qunaj

    Hallo Namensvetterin!

    Meine Schwäche sind Umgebungsbeschreibungen. Ich HASSE sie. Für mich ist ein Baum ein Baum und ein Haus ein Haus und eine Blume eine Blume. Für irgendwelche ausgeklügelten Metaphern und Umschreibungen habe ich einfach nicht die Geduld. Ich will in der Geschichte weiterkommen, mag rasante Dialoge - und auch Gefühlsbeschreibungen ;-) - aber wenn es um Landschaften, Kleidung, Einrichtung geht … nein danke. Da schreibe ich nur das Nötigste und sehe dann beim Überarbeiten, wo ich noch das eine oder andere ausbauen kann.

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  • S
    Sabrina Qunaj

    Oh Laurettchen, deine Worte haben mir gerade ein großes Grinsen auf’s Gesicht gezaubert. Das freut mich so sehr, vor allem, da Elfenmagie immer etwas ganz Besonderes für mich sein wird - wie du schon sagtest, es war mein Debüt.

    Und es spielte sich so ab :-) :

    Wie im anderen Thread angedeutet, war meine Tochter ein halbes Jahr alt, als sich bei unseren Spaziergängen mit dem Kinderwagen die Idee entwickelte. Ich bin generell eine ziemliche Tagträumerin, habe aber nie geschrieben (außer mal mit 12 ein paar Kapitel) und auch nie viel gelesen - das kam erst in der Schwangerschaft, da ich da viel liegen musste. Aber diese Idee war zu stark und da meine Tochter sehr viel schlief und ein wahnsinnig genügsames Baby war, nutzte ich meine viele Zeit, um die Idee aufzuschreiben. Ich fing mit einem Kapitel in der Mitte an, ging kreuz und quer, schrieb wieder alles um, las mal im Internet ein wenig über das Handwerk Schreiben und irgendwann waren es plötzlich 1.000 Seiten :-)
    Ich denke, es waren so 700 Seiten, als ich anfing, an einen Verlag zu denken, und ein paar Testleser-Reaktionen kamen, denn vorher war das einfach nur eine Spinnerei von mir, um mich von meiner Langeweile abzulenken.
    Natürlich kam ich in diverse Schreibforen und hörte genau das, was du sagst: Nie und nimma! Ein Manuskript von Tausend. Das Erstlingswerk sowieso nicht.
    Tja, ich war ziemlich down, aber auch fest entschlossen. Also las ich alles, was ich zum Thema finden konnte, Interviews mit Lektoren, Autoren, Agenturen, überarbeitete das Manuskript mehrmals, schrieb die erste Hälfte nochmal komplett neu, begann nebenher noch meinen Jugendroman “Teufelsherz”, der dann auch bald fertig war und schließlich bewarb ich mich bei einer Agentur. Die Agentur meinte, von der Leseprobe angetan zu sein und wollte das ganze Manuskript (ja, die ganzen 1.000 Seiten, ich war geflasht :-) ). Eine Woche später gab es ein längeres Telefonat mit der Agentur, wir sprachen auch über “Teufelsherz” und mein Agent meinte dann, er würde gerne beide (also “Elfenmagie” und “Teufelsherz”) den Verlagen anbieten. Dass ich nach dem Telefonat fast in Ohnmacht fiel, versteht sich von selbst :-) Ein paar Wochen später kam die Frankfurter Buchmesse, es gab positive Reaktionen und um Weihnachten herum hatte ich zwei Buchverträge in der Tasche mit jeweils zwei gekauften Bänden. Und da ging dann alles los :-)

    Eine ziemlich unwirkliche Geschichte, aber ich erzähle sie irrsinnig gerne, wenn ich höre: Das ist nicht zu schaffen.
    Natürlich ist es nicht selbstverständlich, aber es ist auch nicht unmöglich.

    Daher würde ich wirklich allen empfehlen, die gerne veröffentlichen möchten: Informiert euch sehr genau. Es heißt, an große Verlage kommt man nur noch über Agenturen und ich glaube, das stimmt auch (Ausnahmen bestätigen die Regel). Schickt eure Bewerbungen individuell und nicht in einer Massenaussendung. Wenn diese Agentur also 20 Seiten Leseprobe, 2 Seiten Exposé und einen tabellarischen Lebenslauf will, dann schickt genau das. Für die andere müsst ihr vielleicht 30 Seiten Leseprobe, 6 Seiten Exposé und eine Kurzvita vorweisen. Aber indem man sich mit dem zukünftigen Geschäftspartner auseinandersetzt, macht man schon mal einen guten Eindruck :-)

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  • S
    Sabrina Qunaj

    Hallöchen - danke, dass ihr Fragen stellt :-) Ich hab ja selber Spaß daran.

    Wie lange es dauert, ist unterschiedlich, aber Verlage planen meist 1,5 - 2 Jahre im Voraus. Also vom Moment der Zusage bis zum fertigen Buch können es durchaus schon mal 2 Jahre sein.
    Die Dauer vom Abschicken des Manuskripts bis zum Vertrag ist meist nicht lang. Das macht nämlich mein Agent für mich. Bislang war es so, dass mein Agent meine Projekte zur Fankurter Buchmesse im Oktober mitnahm (irgendwie passte das bisher zeitlich immer so :-) ) und dort den Verlagen anbot. Meist kamen dann die Zusagen noch vor Weihnachten (zum Glück wurde ich bisher noch alle Projekte los). Manchmal gibt es nur eine Zusage und die Sache ist schnell erledigt. Wenn es mehrere Angebote gilt, gewinnt dann meist das höchste, da geht es dann ein paar Mal hin und her - das ist dann eine sehr aufregende Zeit :-)

    Das Lektorat ist auch unterschiedlich. Ich hatte Lektorate, in denen wurden nur ein paar sprachliche Dinge ausgebessert und das war in ein paar Tagen erledigt. Ich hatte aber auch schon welche, wo das fertige Buch am Ende plötzlich 200 Seiten länger war (mein Lieblingslektorat :-) ). Bei “die Tochter des letzten Königs” sollte ich beim Schreiben auf die Seitenzahl achten, da es schwieriger ist, ein sehr umfangreiches Projekt loszubekommen, vor allem, wenn man ein Neuling in dem Genre ist. Daher musste einiges dran glauben, das ich gerne näher ausgeführt hätte. Meine Lektorin und ich waren dann aber total auf einer Wellenlänge und ich durfte ausbauen, ausbauen und ausbauen. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit, planten und änderten und am Ende kam etwas - wie ich finde - Tolles dabei heraus. Das dauerte fast ein Jahr (natürlich arbeitete ich nebenher noch an anderen Projekten und dieses Lektorat lief einfach so mit). Auch ist es nicht so, dass der Lektor etwas umschreibt, sondern einfach sagt: “Wie wäre es, wenn man hier noch ein Treffen zwischen ABC und XYZ einbaut, um deren Geschichte zu einem Abschluss zu bringen”.
    Ich habe bemerkt, dass viele Autoren Angst vor dem Lektorat haben, aber man sollte nie vergessen, dass Lektoren VORSCHLÄGE machen. Als Autor hat man das letzte Wort. Es kam durchaus vor, dass ich mit einem Vorschlag nicht einverstanden war, dann setzt man sich hin, geht das Für und Wider durch, versucht, eine Lösung zu finden, vielleicht einen Kompromiss zu schließen und am Ende kommt etwas völlig anderes, vielleicht noch besseres dabei heraus.

    Im Moment schreibe ich 15-20 Seiten am Tag, was aber ein absoluter Ausnahmezustand ist, da ich nächste Woche abgeben sollte und mir noch fast 100 Seiten fehlen :-) Für gewöhnlich sind es aber im Durchschnitt ca. 5 Seiten. Das kommt immer darauf an, wie viel Zeit ich habe. Einen anderen Job habe ich nebenher nicht. Ich habe zwei kleine Kinder, die viel Zeit im Anspruch nehmen und ich kann nur abends schreiben, wenn sie im Bett sind oder wenn mein Mann sie für einen Nachmittag übernimmt. Mit dem Schreiben habe ich begonnen, als meine Tochter ein halbes Jahr alt war - ich war also in Karenz (wie das in Österreich heißt), also eine Art Mutterschaftsurlaub, der 2,5 Jahre dauert. Da konnte ich mich neben der Kleinen ganz aufs Schreiben konzentrieren. Dann kam 3 Jahre nach meiner Tochter noch mein Sohn und mit den Büchern lief es bereits ziemlich gut, sodass ich beim Schreiben geblieben bin und mir nach der Karenz keinen Job mehr suchen musste.
    Die Seitenzahl pro Tag ist also wirklich unterschiedlich. Wenn die Kinder krank sind, kann es sein, dass ich mal ein paar Tage gar nicht dazu komme, an anderen, wenn mein Mann mit ihnen unterwegs ist, schaffe ich vielleicht dafür 10 oder 20. Ab Montag gehen aber beide Kinder in den Kindergarten - da wird sich einiges ändern :-)

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  • S
    Sabrina Qunaj

    Liebe Bellasie,
    ich gehöre wohl zu der Gattung “Bauchschreiber”. Eine Idee findet mich - meistens bin ich da gerade mit etwas anderem beschäftigt - trotzdem denke ich weiter darüber nach und wenn ich Zeit und Lust habe, fange ich einfach an zu schreiben. Bei meinen ersten Projekten ließ ich alles auf mich zukommen, kannte kaum die Welt, die Charaktere, wohin die Geschichte gehen soll. Mittlerweile habe ich aber zumindest ein vages Grundgerüst, ehe ich anfange - das liegt auch daran, dass ich jetzt schon vorher ein Exposé schreiben muss, in dem der Inhalt grob widergegeben wird.
    Früher habe ich einen Roman fertiggeschrieben und mir danach Gedanken um ein Exposé gemacht bzw. um einen Verlag. Jetzt werden Verträge aber doch eher anhand von Exposé und Leseprobe geschlossen, dh. es muss vorher schon etwas da sein. Aber ich bin immer noch ganz schrecklich im Planen.
    zB. bei meinem zweiten historischen Roman: da lieferte ich ein Exposé ab, bevor ich mit dem Schreiben begonnen hatte, da der Verlag natürlich eines wollte. Aber im Laufe des Schreibprozesses hat sich dieses Exposé schon mehrmals verändert und jetzt, da ich kurz vor dem Ende stehe, habe ich gerade gemerkt, dass ich es schon wieder umschreiben muss.

    Nicht zu planen, ist eine Art des Schreibens, die nie empfohlen wird, aber ich kann es einfach nicht anders. Bei mir geht fast alles nach Gefühl und selbst wenn ich mal etwas brav plane, kommt alles wieder anders. Ich kann meinen Charakteren dann einfach nicht den geplanten Weg aufzwingen und muss dahin gehen, wo sie mich hinführen. Das ist für mich auch das Spannende … zu sehen, welche Überraschungen die Charaktere und die Geschichte noch bringen :-)

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  • S
    Sabrina Qunaj

    Hallo Valarauco,
    die Wales-Reise diente nur zu Recherchen- und natürlich auch Inspirationszwecken. Ich hatte schon einen historischen Roman über Wales geschrieben, ohne je dort gewesen zu sein und natürlich wollte ich alles auch mal in Natura sehen. Daher dachte ich mir, dass es doch toll wäre, mir die Schauplätze von “Die Tochter des letzten Königs” anzusehen und dann natürlich auch des Nachfolgebandes “Das Blut der Rebellin”, den ich gerade fertig schreibe. Wie es aber bei Schreiberlingen so ist, wurde ich auch gleich zu einem neuen Roman in einem ganz anderen Genre inspiriert. Die Reise zahlte sich also auf jeden Fall aus.

    Ich persönlich finde es nicht SO wichtig, vor Ort zu recherchieren - es schaut ohnehin alles anders aus als damals. Ich hatte ja das Glück, dass der Enkelsohn meiner Protagonistin (die tatsächlich gelebt hat) im 12. Jahrhundert ein Buch “eine Reise durch Wales” geschrieben hat und darin finde ich wirklich alle Informationen. Landschaften werden beschrieben, die Leute, die dort lebten, einfach tolle Anekdoten. Das ist lebendiger als ich es jetzt, im 21. Jahrhundert, finden könnte. Zwar war der Autor des Buches ein ziemlich unerträglicher Frauenhasser und seine Werke sind anstrengend, aber ich bin ihm für seine Arbeit trotzdem sehr dankbar :-)
    Natürlich ist es schön, auch mal dort gewesen zu sein. Nächstes Jahr werde ich mit meiner Familie wieder hinfliegen, weil es einfach ein traumhaft schöner Ort ist :-)

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.