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    Michelle Gyo

    Hallo, liebe Schreibnachtler,

    ich freue mich auf eure Fragen. Let’s go :)

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    Michelle Gyo

    Kurz gesagt: Ich lese - fast - immer. Und das gerne! Die innere Lektorin kann ich in der Freizeit zum Glück gut ausschalten. Hat allerdings auch kurz gedauert, bis ich mir das wieder antrainiert hatte.

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    Michelle Gyo

    Die Stelle war damals im Börsenblatt ausgeschrieben, ich habe meine Unterlagen eingeschickt und wurde zum Gespräch eingeladen. Es ist auf jeden Fall realistisch, solche Stellen zu finden! Und ich finde, man sollte das Ziel, das man sich gesetzt hat, unbedingt verfolgen. Einfach ist es nicht, und ich kann nur sagen, das war nicht meine erste Bewerbung, bei der es dann letztendlich geklappt hat, das gehört einfach dazu, denn es gibt viele Menschen, die den Job machen wollen, und nur wenige Stellen. Aber: Nicht aufgeben, weitermachen, lernen, sich immer weiterbilden und Kontakte in die Richtung knüpfen.

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    Michelle Gyo

    Den Vorschlag, und mag er noch so krass sein, finde ich gar nicht schlimm. Als LektorIn ist man ja sehr daran interessiert, das Buch noch besser zu machen. Autoren stecken logischerweise sehr tief in der Geschichte drin, und da finde ich die Außensicht und auch Vorschläge von jemandem, der als LektorIn meist ja auch sehr viel Erfahrung hat, unbedingt nützlich und hilfreich. Ob der Vorschlag umgesetzt wird, ist dann ja die andere Frage, aber allein die Diskussion anzustoßen, finde ich bei der Arbeit am Manuskript wirklich wichtig. “Am Plot werkeln”, wie du es so schön nennst, gehört so meiner Meinung nach unbedingt zur Arbeit eines Lektors, und von mir gibt es solche Vorschläge schon auch, wenn ich finde, dass sie der Geschichte helfen.

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    Michelle Gyo

    Die berühmt-berüchtigten Auslassungspunkte … Die kommen bei manchen Autoren wirklich oft vor, und dann streiche ich gerne. Als Stilmittel eingesetzt, sind die natürlich sehr wirkungsvoll, aber zu oft nicht mehr allzu sehr.
    Die Einhaltung der Perspektive ist natürlich auch wichtig, also nicht mitten im Abschnitt wechseln, das fällt mir auch immer mal wieder auf.
    Und ausufernde erklärende Passagen. Hier setze ich auch gerne den Rotstift an. Eine Beschreibung sollte den Plot voranbringen, ansonsten kann das leicht mal den Lesefluss stören, und das finde ich doof ;).

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    Michelle Gyo

    Diese Liste hat wohl jeder Lektor, der Projekte für einen Verlag einkauft, im Kopf. Ob es den Autoren hilft, weiß ich allerdings nicht. Klar, man kann einem Trend “hinterherschreiben”, aber meist merkt man das dem Text an, finde ich. Da gilt dann für mich schon eher: Schreib das, was dich anmacht! Das merkt man dem Text an und macht ihn besser.

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    Michelle Gyo

    Als freie Lektorin und Übersetzerin werde ich für Projekte vom Verlag angefragt, dh man kann sagen, ich bekomme die Projekte schon eher zugewiesen. Und bisher hatte ich riesiges Glück, die Projekte, für die ich angefragt werde, sind toll! Natürlich steht es mir frei, auch mal etwas abzulehnen, etwa, wenn ich das Gefühl habe, dass mir das Thema gar nicht liegt - was bisher aber noch nicht vorgekommen ist.
    Und meistens begleitet man die Autoren auch über einen längeren Zeitraum/über mehrere Projekte hinweg, das ist ja besonders bei Reihen wichtig, denn muss man die Vorgängerbände natürlich auch wirklich gut kennen.

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    Michelle Gyo

    Charaktere müssen für mich lebendig sein, ich muss sie lieben/hassen können, und sie dürfen gern in allen Grauschattierungen auftreten, bloß nicht schwarz-weiß gezeichnet sein. Man muss mit ihnen mitleiden und mitfiebern können, denn nur so fesselt einen die Geschichte richtig und man möchte sie nicht mehr weglegen.

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    Michelle Gyo

    Ein gutes Exposé muss vor allem kurz und knackig sein und das Projekt auf den Punkt bringen. Der Lektor muss anhand des Exposés ein Gespür für das Buch entwickeln können. Im Verlag habe ich meist zuerst das Exposé und dann die Leseprobe zur Hand genommen, dh eine klare und deutliche Vermittlung des Themas und Inhalts ist wirklich wichtig, damit ich überhaupt weiterlesen möchte.

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    Michelle Gyo

    Beim Lesen merke ich immer wieder, dass ein Manuskripte für mich zwar das gewisse Etwas haben muss, das heißt: Es muss besonders sein, nicht wie alle anderen. Das kann der Umgang mit dem Genre sein, eine besondere Idee, eine tolle Figur, in die ich mich gleich verliebe - da gibt es wirklich viele Möglichkeiten. Auf der anderen Seite wird es schwierig, wenn die Geschichte “zu besonders” ist, also alles neu und unbekannt ist. “Das Rad neu erfinden” funktioniert für mich selten.

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    Michelle Gyo

    Neugier. Ich bin von Piper Fantasy zu cbt gewechselt, um meinen Horizont zu erweitern, das waren beides tolle Stellen. Neugierig war ich auf die Freiheit als Selbständige trotzdem immer. Für mich kann man beides gar nicht direkt miteinander vergleichen. Im Verlag Bücher machen, ist für mich genauso großartig, wie Bücher als freie Lektorin und Übersetzerin zu machen.

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    Michelle Gyo

    Vielen lieben Dank, das hat wirklich Spaß gemacht mit euch!

    Und jetzt: An die Tasten fertig los!

    P.S.: Sollte das noch jemand von euch lesen: Was trinkt ihr, um euch bis 3 Uhr wachzuhalten???

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    Michelle Gyo

    Erster Tipp: Anstoßen und Party machen. Unbedingt.
    Und dann immer dran denken: Die Leute im Verlag machen das schon eine ganze Weile und wollen, dass das Buch gut bei den Lesern ankommt. Hör dir an, was dein Lektor zu sagen hat und sei offen für Vorschläge. Das heißt nicht, dass du alles machen musst, was vorgeschlagen wird, aber denk zumindest drüber nach. Und stell Fragen, wenn du etwas nicht verstehst. Ein Lektor lässt sich ja mit dem Kauf eines Projekts darauf ein, mit dir zu arbeiten, und er weiß, dass du neu bist.

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    Michelle Gyo

    Über die Frage unterhält man sich nicht einmal mit den Kollegen, ich hoffe, du verstehst, dass ich das an dieser Stelle deshalb unbeantwortet lasse. Nur so viel: Ja, ich lebe vom Übersetzen und Lektorieren, und es reicht außerdem für das Katzenfutter für #editorslittlehelper

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    Michelle Gyo

    Vernachlässigt trifft es in dem Fall nicht so ganz, aber häufig kann man einiges streichen, um den Lesefluss zu erhöhen und so den Text zu verbessern. Kurz gesagt, beim Überarbeiten würde ich den Autoren immer empfehlen, mit Leseraugen das eigene Projekt zu lesen. Nicht einfach, aber das hilft meiner Meinung nach enorm.

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.