• lucifersbeloved

    Was genau mich auf die Idee zum Schreiben gebracht hat, kann ich gar nicht benennen, aber meine Mutter hat dabei definitiv eine große Rolle gespielt. Seit ich klein war, hat sie mir und meiner Schwester vorgelesen, unter anderem Harry Potter. Das hat mich damals schon so sehr begeistert, dass ich, sobald ich schreiben gelernt hatte, direkt eine Fanfiction dazu verfassen musste – voller Rechtschreibfehler, dafür aber mit selbst gemalten Bildern und angetackertem Deckblatt. 😂
    Da dürfte ich so vier oder fünf gewesen sein. Mit sieben oder acht habe ich dann angefangen, eigene Geschichten zu schreiben, und, naja, seitdem habe ich es einfach nie aufgegeben. 😄

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  • lucifersbeloved

    Hey, ihr Lieben,
    in den letzten Monaten ist mir beim Schreiben etwas sehr Negatives aufgefallen.
    Früher (dazu sollte gesagt sein, dass ich hier von einer Zeit rede, in der ich zwischen elf und fünfzehn Jahren alt war, also wirklich noch sehr früh) habe ich einfach nach Belieben drauf losgeschrieben, ohne zu plotten oder mir weitere Gedanken darüber zu machen, was ich schreibe und wo es hinführen soll. Natürlich waren die Ergebnisse nicht die besten und die Geschichten hatten immer gravierende Schwachstellen; heute würde ich es auch nicht mehr so machen, aber dennoch hatte ich damals unheimlich viel Spaß daran.
    Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich dann intensiver mit dem Thema Plotting befasst und mir verschiedene Techniken für das Entwerfen von Charakteren & Plots, die Recherche und auch das eigentliche Schreiben angewöhnt. Heute würde ich mich sogar als Viel-Plotter bezeichnen und bin sehr froh darüber, dass sich meine Geschichten und mein Stil dadurch sehr verbessert haben.
    Spaß habe ich natürlich auch heute noch daran, sonst würde ich es ja nicht machen, aber dennoch erlebe ich, seit ich mich intensiv mit Ratgebern und Techniken befasse, immer öfter Momente des Zweifelns — sind meine Charaktere interessant genug? Taucht Charakter xy oft genug auf, um seine Rolle in der Handlung zu verdeutlichen? Beschreibe ich xy ausreichend? Treibt diese Szene die Handlung voran? Under-/overuse ich etwas?
    Da ich eigentlich schon immer den Traum gehegt habe, meine Werke irgendwann veröffentlichen zu können, (und Selfpublishing für mich momentan keine Option wäre,) geht es dabei dann direkt weiter. Ist die Geschichte zu lang/zu kurz? Werde ich einen Verlag finden, in dessen Programm mein Projekt passt? Will überhaupt jemand das, was ich schreibe, lesen?
    Dass man sich diese Fragen während des Schreibprozesses stellt, ist ja normal und in vielen Punkten auch förderlich. Allerdings geht es bei mir in letzter Zeit häufig so weit, dass ich vor meinem Projekt sitze und am liebsten weinen würde, weil mich die Zweifel an meinem eigenen Können schlichtweg auffressen.
    Wie ist das bei euch? Habt ihr manchmal auch so starke Zweifel und vielleicht sogar Tipps, wie man diese in den Griff bekommen kann? Ich wäre um jeden Ratschlag dankbar und vielleicht kann man diesen Thread nutzen, um sich darüber auszutauschen und sich gegenseitig aufzubauen. Das berühmt-berüchtigte Autorenleben ist schließlich nicht immer rosig, auch wenn viele Autoren sich auf Social Media gern so präsentieren, als wäre es das. Deshalb wäre ein Thread, in dem man über seine Ängste sprechen und sich gegenseitig dabei unterstützen kann, mit diesen fertig zu werden, vielleicht genau das Richtige.

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  • lucifersbeloved

    Ich habe da ein bestimmtes System, das sich bisher eigentlich als recht nützlich erwiesen hat.
    Ich besitze ein »Ideen-Notizbuch«, in dem ich erste Einfälle oder spontane Geistesblitze festhalte, was allgemeine Ideen für Charaktere, Ideen für Handlungen, Ideen für Szenen etc. betrifft. Auch Inspirationen (z.B. Träume oder bestimmte Orte/Erlebnisse) und Wünsche (z.B. was für Schauorte ich gern noch für meine zukünftigen Projekte verwenden oder was ich gern mal in einer Geschichte thematisieren würde) landen dort. Achja, und zusätzlich sind dort noch ein paar Muster für Steckbriefe etc. - Dinge, die genreunabhängig in jeden Steckbrief gehören. Die ersten paar weiterführenden Ideen werden dann auch noch in diesem Notizbuch festgehalten, aber sobald es wirklich an konkretere Planungen geht, bekommt das Projekt ein eigenes Notizbuch, in das auch die ersten Ideen übertragen werden. Ob sich das Buch dann in zwei Wochen, zehn Monaten oder vier Jahren füllt, ist dabei egal. Hauptsache, ich habe eins, wo ich alle Ideen zu einem bestimmten Projekt sammeln kann.
    (Wenn ich Charaktere, Szenen o.Ä. aus dem »Ideen-Notizbuch« fest in ein Projekt übernehme, kennzeichne ich diese übrigens auch dort als verwendet.)

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  • lucifersbeloved

    Ich schreibe und plotte auch in Kapiteln. Für mich ist das ein extrem praktischer Weg, meine Geschichte und deren Handlungsstränge von Anfang an zu gliedern und mir eine grobe Übersicht zu verschaffen, bevor ich mich in Subplots und Szenenentwürfen verzettele. So habe ich z.B. die Möglichkeit, eine Szene, die mir unablässig im Kopf herumschwirrt, vorzuschreiben und später nahtlos in das Kapitel einzusetzen und der vorherigen Handlung anzupassen. Früher habe ich den Kapiteln auch immer Namen gegeben (was ich auch heute noch in anderen Büchern als ansprechender empfinde als Nummerierungen), aber mittlerweile tue ich mich immer schwerer im Finden von Titeln und greife deswegen immer häufiger auf schlichte Nummern zurück. Als Kind fiel mir das mit den Namen und Titeln irgendwie ganz leicht - heute bin ich schon froh, wenn mir überhaupt irgendwann mal ein Arbeitstitel für mein Projekt einfällt.

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  • lucifersbeloved

    @Mone THIS TBH! 😂 Tür zu, Musik aufdrehen, sich absolut nicht plotrelevante, dafür aber total krasse Szenen ausmalen und im Zimmer rumtanzen.

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  • lucifersbeloved

    Am liebsten durch YouTube, tumblr/Printerest oder Netflix. Sehr gern lese ich mir dabei dann Beiträge zum Schreiben durch oder erstelle mir noch ein Inspirationsboard, speichere mir noch mehr inspirierende Bilder ab oder schaue Videos oder Serien, die thematisch irgendetwas mit meinem aktuellen Projekt zu tun haben, um mir dann einzureden, dass ich somit ja doch etwas für das Projekt tue — obwohl ich eigentlich genau weiß, dass ich vor einem fertigen Plot sitze, mir schon zigfache Inspiration geholt habe und eigentlich nur noch Schreiben müsste.
    Alternativ nutze ich auch das Schreibnacht-Forum gern zur Prokrastination. Selbes Prinzip — ich beschäftige mich theoretisch mit dem Schreiben, aber eigentlich kommt das Projekt dadurch auch nicht weiter voran. :laughing:

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  • lucifersbeloved

    Ich glaube, das ist absolut normal. Selbst, wenn ich keinen Verlag im Nacken habe, denke ich mir, sobald ich ein paar Tage zu intensiv über die Geschichte, die Struktur des Plots etc. nachdenke oder das Geschriebene zu oft lese, denke ich mir: »Wow, das ist echt scheiße.« Meistens finde ich dann meine Charaktere und die ganze Story an sich todlangweilig und schlecht. (Wobei es ja ein bekanntes Phänomen sein soll, dass Autoren ihre eigenen Geschichten langweilig finden. Schließlich weiß man ja schon, was passiert.) Man beschäftigt sich einfach so intensiv mit einem Projekt und kennt jedes Detail, sodass es einen irgendwann ankotzt. Einen Film, den man zwei Wochen am Stück jeden Tag schaut, kann man ja irgendwann auch nicht mehr sehen.
    Also ja, es ist wohl absolut normal, dass man sein eigenes Projekt irgendwann einfach echt schlecht findet. Beim Schreiben an sich ist es ja noch spannend, schließlich ist man noch aufgeregt, die ganzen Ideen endlich zum ersten Mal niederschreiben zu können. Aber wenn man sich dann zum zwanzigsten Mal mit der selben Textstelle befasst, kann man es einfach nicht mehr sehen. :D

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