• J
    Jürgen Eglseer

    Gerne auch auf der Verlagshomepage http://www.amrun-verlag.de
    Da gibts auch einen Punkt “Ausschreibungen” - vielleicht findet da der eine oder die andere etwas für sich?
    Und natürlich gibts auch Bücher … was sonst :-p

    Verfasst in 9. Gemeinsame Schreibnacht - 28.02.14 weiterlesen
  • J
    Jürgen Eglseer

    Huhu! Mein Nachname lautet anders :-p

    Um deine Frage zu beantworten - nimm mal ein Buch von Terry Pratchett (Scheibenwelt-Romane) und lies das mal. Da wirst du unendlich viel Orts- und Landschaftsbeschreibung finden - nur so reingedeichselt, dass es sehr viel Spass macht, die zu lesen.
    Dröge Beschreibungen a la Wikipedia werden deinen Leser nicht fesseln. Der legt das Buch dann nämlich eher weg, weil es langweilig ist.
    Es geht um das WIE.

    Verfasst in Fragestunde mit Jürgen Eglseer weiterlesen
  • J
    Jürgen Eglseer

    Gerne :-)
    Wichtig ist doch, ihr habt Spass dabei!

    Verfasst in Fragestunde mit Jürgen Eglseer weiterlesen
  • J
    Jürgen Eglseer

    Hm, da habe ich mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Die Rechtschreib- und Grammatikfehler sind das eine, der Stil ist das andere.
    Wenn beides nicht passt, dann geht es einfach nicht.
    Wenn die Geschichte an sich gut ist, und man das mit den oben genannten Dingen hinbiegen kann, dann nehm ich die. Wie gesagt - Lektoren vollbringen oft Wunder. Aber wenn mir der Text nicht gefällt, dann ist das leider so. Dabei ist es einerlei, ob der Autor eine Lese-Rechtschreib-Schwäche hat oder nicht. Schlussendlich muss ja am Ende ein Produkt stehen, das die Leser begeistert. Wenn der Weg dahin zu weit ist - ist halt so.
    Wenn ich zwei linke Hände habe, kann ich auch nicht beruflich Maurer werden, auch wenn ich das gerne in der Freizeit mit großer Freude mache. Verstehst du, was ich meine?

    Verfasst in Fragestunde mit Jürgen Eglseer weiterlesen
  • J
    Jürgen Eglseer

    Ich habe ja gesagt - bastelt euch eine Stadt/Gegend mit Straßen, Ortsnamen usw. und googlet die von euch erfundenen Namen, ob die irgendwo schon vorkommen. Wenn nein - gut. Wenn ja, neuen Namen.
    Eine neue Welt erschaffen - das haben schon viele Autoren vor euch auch gemacht - ihr schafft das sicher!

    Verfasst in Fragestunde mit Jürgen Eglseer weiterlesen
  • J
    Jürgen Eglseer

    Auflistung von Städten? Du meinst fiktive Städte aus Büchern? Das würde ich eher lassen … möglicherweise hat da irgendjemand ein Markenrecht darauf. Auflistungen gibt es da meines Wissens nicht - am besten mal ausführlich googlen? Nehmt doch reale Städte… :-)
    Buchtitel sind grundsätzlich vom Markenrecht geschützt (Titelschutz). Wenn du die zitierst, kannst du das. Du kannst aber deinen Roman nun nicht “Harry Plotter und der Wein des Weisen” nennen, da würdest du einen Brief von Carlsen im Briefkasten finden, der dich kostenpflichtig auffordert, das zu lassen.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Grundsätzlich muss ein Manuskript gut sein. Wenn es ein Roman wird, möchte ich gerne ein Expose, dass die Geschichte zusammenfasst. Wenn da schon deutsche Sätze vorkommen, die wie durch die Küchenmaschine gejagd klingen, dann ist das schon schlecht…
    Natürlich braucht jedes Manuskript eine Nacharbeit in Form von einem Lektorat und einem Korrektorat. Das ist wie ein Edelstein, der erst geschliffen werden muss. Wenn aber von vornherein sichtbar ist, dass ein Manuskript sooo viel Lektoratsarbeit benötigt, um ganze und verständliche deutsche Sätze zu bilden, das wird dann eine Absage…
    Zudem schaut man natürlich auf das Genre - was kann die Leser interessieren, was ist derzeit vermutlich eher nicht so erfolgreich.
    Also die Annahme hat etwas mit Stil, guter Handlung, tollen Charakteren, interessantem Plot und einem passendem Genre zu tun.
    Wieviele Manuskripte ich annehme hat schlussendlich auch etwas mit der Verlagsvorplanung zu tun, denn ein Kleinverlag in meiner Größenordnung kann natürlich nicht unendlich viele Texte veröffentlichen. Das ganze muss auch leistbar sein.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Zwischen “Verlag gefunden” und “Buch liegt vor mir auf dem Tisch” kann tatsächlich etlich Zeit vergehen.

    1. Manuskript wird angenommen
    2. Vertrag wird geschlossen
    3. Buch wird in das Verlagsprogramm eingetaktet (kann auch mal schnell 12 Monate in der Zukunft liegen)
    4. Lektorat 1
    5. Autor überarbeitet Lektorat
    6. Lektorat 2 - Kontrolle, ob alles passt
    7. Korrektorat
    8. Autor bekommt Manuskript zur Endkontrolle
    9. Buchsatz
    10. Cover/Umschlagerstellung
    11. Buchdruck
    12. Auslieferung und Einbuchen in die jeweiligen Shops und Großhändler
    13. Buch liegt vor mir auf dem Tisch.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Ist das so, dass Verlage keine Doppelautoren nehmen? Wüsste ich jetzt nicht direkt… aber mag sein, dass das manche Verleger bzw. Lektoren nicht mögen. Das ist aber Geschmacksache. Wenn der Stil zusammenpasst, kann das ja gut funktionieren.
    Bei dem Genre - achtet bitte beim Plotten der Geschichte darauf, dass ähnliches an Thematik unzählige andere Verlagsautoren und Selfpublisher auch schon geschrieben haben. Kein Verlag nimmt eine Geschichte, die schon hundertmal da war. Ihr müsst ein spannendes Alleinstellungsmerkmal haben, dass eure Geschichte zu etwas besonderem macht und über die vielen anderen heraushebt.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Der größte Fehler ist es, die Feinarbeit, die man sich mit dem eigentlichen Manuskript gemacht hat, beim Expose wegzulassen. Worst Case: Exposes mit kruden deutschen Sätzen voller Rechtschreibfehler. Das lege ich dankend weg. Das Expose ist das Bewerbungsschreiben, dass jeder Verleger zuerst liest. Ist das spannend und die Geschichte gut dargestellt, wirft man auch gerne einen Blick in das beiliegende Manuskript.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Was heißt “über die Runden”? Ob man davon leben kann? Kann man evtl. irgendwann, ja. Mit Amrun derzeit geht das nicht. Die anfallenden Gewinne werden gleich wieder in den Verlag gesteckt für neue Projekte.
    Die Chancen auf dem Buchmarkt für einen neuen, jungen Verlag sind natürlich mörderisch schlecht. Die Branche ist sehr hart und es gründet jeder dritte derzeit schnell mal einen Verlag - am besten noch ausschließlich mit eBooks, weil man meint, so schnelles Geld machen zu können.
    Das wird so nicht klappen. Ich denke mal, so wie Amrun aufgestellt ist - flexibel in der Zusammenarbeit mit den Autoren und enge Teamarbeit mit den Autoren, die das wollen - da werden neue Ideen und Konzepte erbrütet, die es möglich machen, auch als kleiner und zugleich klassischer Verlag zu existieren. Langsam wird man auch ernst genommen.
    Blut, Schweiß und Tränen. Das ist das tägliche Los - aber da muss man in der Buchbranche durch.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Also ich vertreibe mir die Tage mit meinem Job. Mit dem ich Geld verdiene. Also nicht der Verlegerjob ;-) Und dann ist da natürlich noch meine Familie!

    Und dann in den zwei Stunden zwischen 22 Uhr und drei Uhr morgens (grins) schlüpfe ich dann noch in die Rolle des Verlegers und schreibe Werbung, setze Bücher, lese Manuskripte, erstelle Umschläge, organisiere Buchdrucke, animiere Buchhändler zum Kauf, bilde mich einschlägig fort, beantworte Fragen von Lesern und ungeduldigen Autoren, werfe mich an Autoren von denen ich gerne einen Text haben wollen würde, schreibe Rechnungen, mache die Buchhaltung, trinke zwischendurch einen Kaffee und dann gehts wieder in den Brotjob.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Liebesromane sind NICHT mein Geschmack, und dennoch habe ich welche im Programm :-) Ich mag es eher so mit Raumschiffen und großen Fahrten durch Galaxien. Insofern muss es primär meinen Geschmack in Bezug auf den Stil, die Sprache treffen - und wenn das Genre noch passt, dann ist das prächtig! :-)
    Der Leser muss mit einem Roman oder einer Kurzgeschichte emotional mitgenommen und unterhalten werden. Das kann man unabhängig vom Genre-Geschmack feststellen, ob das ein Text kann oder nicht.

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Grundsätzlich höre mich mir alles an. Entweder es überzeugt mich, oder nicht. Manche Genres haben es schwieriger als andere, dass muss man individuell sehen. :-)
    Man muss eben auch drauf achten, dass sich der viermilliardste Zwerg-trifft-Ork-Roman nicht so dolle verkaufen wird…

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  • J
    Jürgen Eglseer

    Ich bekomme ja nicht unbedingt ein einziges Buch in einem Monat zugeschickt ;-)
    Mir persönlich - und eigentlich fast allen anderen Verlagen - reicht ein Expose und mal so 50 Seiten des Buches. Das reicht, um einen Eindruck zu bekommen. Wenn man sehr viel allein macht, wie ich, kommt man gar nicht dazu, alles zu lesen.
    Wenn mir der Text gefällt und alles rundherum passt, bekommst du eine Zusage, wenn nicht, eine Absage. Alles kann man nicht veröffentlichen - das muss nicht nur am Schreibstil liegen.

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.