• flügellos

    Das gibt es bei mir eigentlich nicht. Ich hab immer Ideen. Bei mir hapert es eher, an der Lust sie umzusetzen. Wenn ich wirklich Inspiration brauche, suche ich meist gezielt danach. Entweder durch Musik hören oder durch Bilder. Pixabay und Pinterest eignen sich hier ganz gut.

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  • flügellos

    Kennt ihr das, wenn ihr eine Serie unbedingt mögen wollt, aber mit der Zeit nehmen die Dinge, die euch stören immer mehr Überhand? So geht es mir mit der Serie “This Close”. Ich liebe die Serie, weil sie ein Thema aufgreift, über das sonst nicht so viel gesprochen wird: Taubheit. Die Serie wird geschrieben und produziert von Shoshannah Stern und Joshua Feldman, die auch die Hauptrollen spielen und beide selber taub sind. Außerdem sind 25% der Crew auch taub, was toll ist, weil es Menschen mit Behinderung in der Medienbranche echt schwer haben. Zudem ist die Serie komplett untertitelt und damit sehr barrierefrei.
    Aber hier kommt der Knackpunkt: Ich finde die Serie auch sehr mainstream-serving, also auf Mainstream getrimmt um beim breiten Publikum anzukommen. Die Serie dreht sich um Kate und Michael, zwei gehörlose 20-somethings, und wie sie ihr Leben in Los Angeles meistern. Mit den üblichen Dramen rund um den Job und die Liebe. Und genau das stört mich: Die Serie dreht sich für mich viel zu sehr um Romance und viel zu wenig um die Karrieren der beiden Protagonisten. So hat Kate in der ersten Staffel zwei Storylines: Ihren Job als PR-Managerin, in dem sie versucht sich ohne Dolmetscher durchzuschlagen und ihre Verlobung mit einem Idioten, der ihr etwas verheimlicht und der sich schwer dabei tut, auf ihre Behinderung Rücksicht zu nehmen. Es gibt eine tolle Szene, wo Kate sich in einer Podiumsdiskussion zum Thema Menschen mit Behinderung und die Medien wiederfindet und gar nicht weiß, was sie dort soll, weil sie eben nur dorthin geschickt wurde, weil sie das taube Mädchen im Büro ist. Ich würde gerne so viel mehr von ihren Schwierigkeiten im Job sehen, aber das kommt total zu kurz und die Romance-Storyline nimmt viel mehr Raum ein. Ähnlich sieht es bei Michael aus: Er ist schwul und Autor eines erfolgreichen Graphic Novels. Jetzt soll er die Fortsetzung schreiben, hat aber eine Schreibblockade. Außerdem trennt er sich vor Beginn der Serie von seinem Freund. Die beiden kommen aber wieder zusammen und ich empfinde ihre Beziehung als sehr ungesund, weil Ryan, der Freund, irgendwie ständig versucht ihn zu ändern und außerdem irgendwie ständig als Michaels Sugar Daddy auftritt. In der zweiten Staffel sieht man Michael hingegen kaum noch zeichnen, was ich sehr schade finde. Zudem empfinden Kates Freund Tom und Ryan die enge Beziehung zwischen Michael und Kate als seltsam und ungesund und problematisch, obwohl sie das in meinen Augen gar nicht ist. Ist es wirklich so seltsam, dass zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts eine enge platonische Bindung haben, ohne, dass es in Romance ausarten muss? Das nervt echt!
    Okay, sorry, ich musste das echt loswerden. Bleibt zu sagen, dass ich die Serie eigentlich wirklich gut finde und auch sehr gerne weiterempfehle. Der Soundtrack ist übrigens toll und es bräuchte echt mehr solcher Projekte. Aber halt bitte wenn möglich ohne Mainstream-Tropes.

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