• Christoph Hardebusch

    Nein, das Du ist mir viel lieber … ;-)

    Das ist eine sehr gute Frage. Einerseits gehört Liebe nun mal zu unserer Existenz, spielt eine große Rolle für viele Menschen, und findet darüber natürlich auch ihren Niederschlag in unseren Geschichten. Andererseits kann es durchaus sein, dass die Liebesgeschichte mehr “das muss halt” ist. Ich bin da ein wenig ambivalent. In meinem letzten Roman gibt es keine Liebesgeschichte, und mir fällt es bei Büchern / Filmen inzwischen oft auf - meist positiv. Aber natürlich ist eine Liebesgeschichte nichts schlechtes, wenn sie denn zu den Figuren passt. Unangenehm wird es nur, wenn sie eher überflüssig wirkt; das mag ich inzwischen gar nicht mehr.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Ich denke, Zweifel gehören einfach dazu. Ich bin manchmal mein schärfster Kritiker. Meine Hoffnung ist, dass sie als Antrieb wirken, sich nicht auf imaginären und sonstigen Lorbeeren auszuruhen, sondern immer an sich, seinem Können und den Texten zu arbeiten.

    Ohne die Unterstützung der Menschen, die mir nahe sind, wäre meine Karriere nicht möglich gewesen. Ich verliere gerne mal den objektiven Blick, aber ich habe das Glück, dass es Menschen in meinem Leben gibt, auf deren Meinungen und Ansichten ich mich komplett verlassen kann. Konstruktive Kritik ist so wichtig, und echte so selten.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Hier und da ein wenig, vielleicht als ein Scherz für Freunde. Unbewusst steckt man sicher mehr hinein, wobei es in der Fantasy, die ich hauptsächlich schreibe, ja sehr einfach ist, zu verfremden.

    Ich habe einen meiner damaligen Arbeitskollegen in den Trollen von eben jenen auffressen lassen. Das war aber nett gemeint … ;-)

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Ganz klar Plotter. Wobei das Schreibwerk am einzelnen Tag dann durchaus mehr Bauch sein kann, je nachdem, ob ich “bessere” Ideen als beim Plotten habe. Generell gilt, dass ich geplottete Handlungsstränge, Figuren und sonstiges auch verändere, wenn ich Eingebungen habe, wie es besser werden könnte. Ich will mir ja nicht selbst im Weg stehen.

    Ich plotte eher detailliert. Früher komplett mit Szenenplan, heute ein wenig lockerer. Ich nehme an, durch die Erfahrung, jetzt seit über zehn Jahren Bücher zu veröffentlichen.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Profi bedeutet nur, dass mich jemand dafür bezahlt, diese Probleme zu haben … ;-)

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Ich habe eine ganze Reihe gelesen, sie stehen im Regal hinter mir. Die meisten haben Hand und Fuß, wenn man nicht vergisst, dass Schreibregeln keine Gesetze, sondern Vorschläge sind. Das funktioniert fast alles, keine Frage, aber auch Texte, die sich über alle Regeln hinweg setzen, können phantastisch sein. Ich habe schon ganz großartige Tell-Passagen gelesen, die mit Show kein bisschen besser geworden werden. Ich sage gern, dass es nicht schadet, sich da einzulesen, zu lernen, aber im Kopf zu behalten, dass man auch mit dem Bruch der Regeln tolle Ergebnisse erzielen kann.

    Ich lese querbeet; die Liste meiner Lieblungsautoren ist eklektisch. Pratchett, Eco, Pérez-Reverte, Forester, um nur einige zu nennen.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Zu Beginn ist alles meist nebulös. Ich habe erste Ideen, Eindrücke, aber nichts konkretes. Die sammle ich dann. Meistens endet es hier, weil einfach nichts entsteht, was ich schreiben möchte. Aber manchmal bildet sich mehr und mehr. Figuren nehmen Gestalt an, Konflikte zeigen sich, die Welt wird greifbarer. Das alles bedingt sich gegenseitig, Figuren, Hintergrund, Handlung, und so nimmt das alles Fahrt auf, bis hoffentlich genug für einen Roman oder zwei daraus wird.

    Wie fast alle Autoren, die ich so kenne, habe ich mehr Ideen als Zeit, sie zu schreiben.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Kill your darlings. Ja, es kann schwierig sein, lieb gewonnene Charaktere schlimme Dinge erleben zu lassen. Aber aus Konflikt entsteht Spannung, es gehört einfach dazu. Ich habe auch schon Hauptfiguren sterben lassen, so unangenehm das auch zu schreiben war.

    Skrupel sind in Ordnung, denke ich. Es gibt Szenen, die einfach nicht schön sind, und ich würde mich komisch fühlen, wenn sie mir Spaß machen … o.O

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Bewogen hat mich, dass ich Van Canto gehört habe und deshalb sehr erfreut war, als Stef mich gefragt hat, ob ich Lust auf ein gemeinsames Projekt habe. Es war auch sehr wertvoll für mich, sowohl die Zusammenarbeit mit so vielen tollen Künstlern, von Van Canto über Osmar hin zu John Rhys-Davies, als auch die Einblicke in die bislang vollkommen fremden Welten von Musik (und Video).

    Vorstellen kann ich mir viel, allein die Zeit … ;-) … es ist definitiv aufwändiger und natürlich ist man von viel mehr Faktoren abhängig, als wenn man allein vor sich hin schreibt. Regelmäßig wäre das bei meinem Pensum schwierig, aber wenn es für alle passt, wäre ich bei einem solchen Projekt definitiv wieder dabei.

    Prinzipiell ist es gut, etwas einzigartiges, besonderes zu haben. Die Schwierigkeit ist natürlich immer, das zu vermitteln. Im Verlag, beim Label, im Handel, der ganzen Kette zwischen Autor / Band und denjenigen, die Spaß daran haben könnten. Kategorisch kann ich dazu nichts sagen; wir hatten Glück, auf offene Leute zu treffen, aber nicht jeder Schritt war einfach.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Tatsächlich habe ich das noch nicht erlebt - bei den Trollen vielleicht auch ein Glück … ;-) … vielleicht sollte ich mal einen Krimi oder Thriller schreiben, dann wäre das wohl wahrscheinlicher.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    In den Trollen kommt eine recht große Spinne vor. Es war sehr unangenehm, das zu schreiben und ich musste mir Schuhe dabei anziehen … ich mag Spinnen nicht sooo gerne … ;-)

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Es gibt einen etwas aufmüpfigen Dichter in den Sturmwelten, dessen Rolle im Laufe des Schreibens immer wichtiger wurde. Lieblingsfigur ist schwierig, dazu gibt es zu viele Figuren, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, aber Franigo ist mir sehr nahe geblieben.

    Generell mag ich die komplexen Charaktere lieber, die gebrochenen, die mit Problemen und dunklen Seiten. Denen verzeihe ich auch schlimme Dinge …

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Es gibt beides, die langsame Entwicklung über einen Zeitraum und die eher unvermittelte Veränderung als Reaktion auf ein Ereignis. Beides muss den Leserinnen und Lesern entsprechend signalisiert werden - wenig wirft mehr aus einer Geschichte als unverständliche Figuren. Gerade bei den langsamen Veränderungen ist das nicht so einfach, weil das ja naturgemäß subtiler geschieht, und Leserinnen und Leser einfach Informationen unterschiedlich aufnehmen. Was für eine offensichtlich ist, kann für den nächsten vollkommen unklar sein. Was für die eine notwendig ist, kann den anderen als Wiederholung oder zu offensichtlich stören.

    Da ich alles im Vorfeld plotte und festlege, sind auch die Entwicklungen meiner Figuren entsprechend fix. Ich weiß also immer, an welcher Stelle des persönlichen Weges eine Figur steht. Die Kunst ist es, das angemessen im Text zu transportieren.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen
  • Christoph Hardebusch

    Ich bin damals einfach so hinein gestolpert. Tipps gab es erst nachdem ich schon veröffentlicht war.

    Man braucht einen langen Atem. Durchhaltevermögen. Bücher schreiben ist einfach viel Arbeit. Kritische Augen, aber auch die Fähigkeit, diese Kritik konstruktiv umzusetzen. Den Willen, auch an sich zu arbeiten - Schreiben will gelernt sein.

    Verfasst in Fragestunde mit Christoph Hardebusch weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.