• Buchschubse

    Ich kratze mich hier ehrlich gesagt ein bißchen am Kopf und habe mehrere, nicht unbedingt zusammenhängende Anmerkungen dazu. (Bei diesen bitte ich zu bedenken, dass es hier in erster Linie um die Frage geht “wie wird man denn nun ein großer weltbekannter Autor”.)

    “wie ihr mit der deutschen Leserschaft umgeht. Beachtet ihr sie?” Das klingt für mich seltsam - als wäre der deutsche Markt nur ein lästiger Schritt zum Weltruhm, den man eben machen muss. Es gibt mehr als genug Autoren, die nur auf dem deutschen Markt vertreten sind, da auch recht groß bei sind und rundum glücklich damit.

    Eine Sache, die mich bei dir sehr irritiert, ist vor allem das wilde Genre-Hoppen. Das ist vermutlich etwas, was deinem “Weltruhm” am ehesten im Wege stehen wird, denn bei sowas zieht die Leserschaft im Regelfall nicht mit, selbst bei sahnemäßigen Autoren - guck dir J.K. Rowling und ihre Ausflüge in die Krimi-Welt an, die kein Schwein interessieren. Heisst nicht, dass es ~nie~ funktionieren kann… aber mir fällt spontan niemand ein, bei dem das gut ausgegangen wäre. Bei den Lesern des Superheldenromans, selbst wenn sie ihn total geil fanden, sind schlechte Rezensionen der Teenie-Romanze schon vorprogrammiert.

    Ebenfalls zu bedenken - das Buch in Pennsylvania… warst du da schon? Kennst du das Lebensgefühl bzw. lokale Besonderheiten? Oder hast du Internetkumpel aus der Region, die du ggf. ausquetschen kannst? Falls du zu allen Fragen “nein” geantwortet hast… geh davon aus, dass es deutschen Lesern nicht auffallen wird. Sollte das Ding aber jemals übersetzt werden, garantiere ich dir, dass viele US-Leser aus der Ecke mit den Augen rollen.

    Grundsätzlich “hoffe” ich nicht nur, nicht scheiße zu sein. Ich arbeite seit 30 Jahren hart daran. Denn ganz unabhängig vom Inhalt gibt es schon gewisse Gesetzmäßigkeiten und Techniken, die ein Buch für den Leser eher zum positiven Erlebnis werden lassen. Ob man ein Thema aufgreift, das die breite Masse will, hat wenig Einfluss darauf, wie scheisse man als Autor ist. Dein Thema kann noch so massentauglich sein - wenn deine Technik unter aller Sau ist, liest es trotzdem keiner.

    “Für die Masse schreiben” hat zusätzlich das Problem, dass der Trend von heute in zwei Jahren, wenn dein Buch endlich fertig ist, schon längst überholt und langweilig sein kann.

    Persönlich finde ich zusätzlich, dass der Leser es merkt, ob man nur für den Markt schreibt oder ob man wirklich mit Leidenschaft in einer Story ist. Und das führt mich zu meinem zweiten wichtigen Grundsatz, und dieser ist schlichtweg das zu schreiben, was ich selbst lesen will - zum einen thematisch (und deswegen lande ich auch immer wieder im heroisch-fantastischen Bereich), zum anderen inhaltlich-technisch. Und letzteres heisst wiederum - schaffe Charaktere, die den Leser reizen, erschaffe eine Welt, die fasziniert, einen Plot, der sich nicht ewig schleppt und durchhängt, sieh zu, dass keine logischen Lücken drin sind… und um Gottes Willen, versau das Ende nicht.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @Spes Hier widerspreche ich mal ganz energisch. Aromantische und asexuelle Menschen haben mitnichten “schwere psychische Probleme”. Es ist genauso eine sexuelle Ausrichtung wie bi, hetero, homo, pan oder was auch immer. Man muss nicht romantische oder sexuelle Bedürfnisse haben, um ein vollwertiger, “normaler” Mensch zu sein.

    Ich fände es durchaus mal spannend, einen asexuellen Prota zu beobachten, wie er sich durch die Welt der Romance-Getriebenen navigiert.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    Hier stellt sich mir ehrlich gesagt der Gedanke, inwiefern du es schaffst, Religion von Glaube zu trennen.

    Kirchenträger, Organisationen, Fanatismus und Fehlinterpretationen - klar, sehe ich ein, gehen gerne mal quer und missbrauchen ihren Status.

    Glaube an sich, an höhere Mächte, an Karma, an übernatürliche Wesen, die ihre “Herde” behüten… das ist etwas, was Menschen (grade denen in Notsituationen wie Armut, Zerstörung, Verfolgung) unglaublich Kraft gibt und was ich (solange es eben nicht in Fanatismus ausartet) beim besten Willen nicht als “Wurzel allen Übels” ansehen kann. Insofern habe ich da ein klitzekleines Problem mit dieser “alles schlecht”-Verallgemeinerung.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @Silberwind Brauchste gar nicht hauen, haben doch die meisten genau so gesagt. ;)

    Davon ab bin ich doch langsam ein wenig von den Folge-Aussagen von @Davebones verwirrt, muss ich gestehen. Will sich nicht in Genre pressen, aufs Geldverdienen kommt’s ihm auch nicht an, denn er schreibt ja eh, was er will… da stellt sich mir dann doch die Frage, wozu die ursprüngliche Frage überhaupt gedacht war. Denn wenn man sich sowieso nicht an das anpassen möchte, was markttauglich ist… wozu sollte man ihn dann überhaupt beobachten und sich fragen, was die Leser lesen wollen und welche Genres “zukunftstauglich” und “bekanntheitsförderlich” sind? Oder entgeht mir jetzt was?

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @philbloom Hallo? Astrid Lindgren ist damit legendär geworden!

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @imamax Also, dreist isses ja schon, sich hier im Forum mit Sprüchen auszulassen, die nur halb höflich rüberkommen, und wenn es dann Kommentare gibt, sich nicht mal hier zu verteidigen, sondern stattdessen seine Webseite zu pimpen…

    Stil geht anders. (Sagt eine Abiturientin. Mein Durchschnitt geht dich allerdings nichts an.)

    Verfasst in Plauderecke weiterlesen
  • Buchschubse

    Ich bin mir nicht so ganz sicher, wo diese Frage am besten hin passt - die neue Struktur des Forums bereitet mir immer noch etwas Probleme, und ich hoffe einfach mal, dass es hier halbwegs okay ist. Falls nicht - liebe Mods, verschiebt’s ruhig!

    Meine Suche (sowohl im Forum als auch außerhalb) hat leider bisher kein sinnvolles Ergebnis geliefert, denn zum Thema Amazon und Versteuerung der Einnahmen findet man überall nur Anleitungen, wie man sich denn anmeldet und wo man was richtig einstellt und welche Nummer man wann mitteilen muss. Nur stellt sich mir jetzt die Frage, wie es danach weiter läuft, und irgendwie verrät einem das keiner, deshalb frage ich einfach mal meine Mit-Autoren.

    Dass ich Einnahmen, die hoffentlich irgendwann mal über Freibeträge hinausgehen, versteuern muss, ist selbstverständlich, da will ich mich auch nicht drum drücken. Aber nutzt Amazon tatsächlich die hinterlegte Steuernummer, um alle Einnahmen so wie ein Arbeitgeber die Löhne und Gehälter direkt ans Finanzamt zu übertragen? Oder muss ich die Beträge dann hinterher selber zusammentragen und anmelden? Vielleicht haben wir ja hier jemanden, der genug über KDP verdient, um zu dem Thema was aus eigener Erfahrung beisteuern (ungeplantes Wortspiel) zu können? Ich wäre für Hilfestellung sehr dankbar.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    “Ich suche ein Buch mit vier Wortstaben.”

    Ähm…

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @lyrena Definitiv singular - (A)Lex(andra) ist gleichzeitig mein Hauptcharacter. ;)

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @cdvolbers Das ist nicht nur “irgendwie” gleichwertig, sondern in meinen Augen viel wichtiger. Beziehung nur mit Sex? Wird irgendwann schwierig. Beziehung nur mit Gefühl? Kann laufen, sogar ziemlich.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @iilimato sagte in Religion - Grund allen Übels:

    Weil mich Buchschubse quasi dazu aufgefordert hat, es zu trennen.

    Stimmt nicht. Ich habe mich nur gefragt, inwiefern du es schaffst, es zu trennen. Deine Antworten zeigen mir, dass das eindeutig nicht der Fall ist. Von den sich wiedersprechenden Aussagen wollen wir gar nicht reden. (“Immer untrennbar” vs. “Glaube kann auch ohne Religion existieren” = sehr wohl trennbar.)

    In erster Linie habe ich gefragt, ob ihr so etwas lesen würdet. Da genügt natürlich ein “Ja” oder ein “Nein”

    Nein, da mir deine Aussagen zeigen, dass du nicht wirklich in der Lage bist, dich mit dem Thema differenziert auseinander zu setzen. (Oops, sorry, da war jetzt doch noch ne Meinung dabei.)

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @iilimato Aha. Und “Religon ist immer böse und und für alles schlechte auf der Welt zuständig” ist natürlich ein hochdifferenziertes Statement, das sich sehr detailliert mit allen Seiten eines Themas auseinander setzt. Alles klar.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @Davebones Dann leg dich halt nicht fest, aber so funktioniert der Mensch nun mal. Würd dir genauso gehen, wenn du in einem Lokal ne geile Pizza gekriegt hast und gehst nächste Woche wieder hin, weil du sowas nochmal willst… aber plötzlich verkaufen die nur noch Sushi.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    Eines? ;) Bei mir ist das witzige, dass sich nebenbei ergeben hat, dass ein paar als eigenständige Kurzgeschichten geplante Sachen mit im Universum meiner Trilogie spielen, so dass ich jetzt tatsächlich an diversen Sachen gleichzeitig stricke. Grad in der letzten Beta-Phase ist “Children of the Old Gods”, als nächstes steht auf dem Plan “The Mer Wraith’s Dowry”… und irgendwann dann auch noch mal die eigentliche Trilogie, “War Singer”. (Nicht wundern. Ich schreibe in Englisch.)

    Verfasst in 39. Schreibnacht - 18.02.2017 weiterlesen
  • Buchschubse

    @Funhousedoll 3.700 Worte insgesamt. Hollaaaaa. :dancer:

    Verfasst in Weihnachtsfeier mit den Chatadias weiterlesen
  • Buchschubse

    @Tessii Nicht zu viel auf einmal erklären. Zum einen gibt es tatsächlich viele Leser, die das nervt, wenn zu viel auf einen eingeworfen wird (Stichwort Infodump), zum anderen ist es so im Regelfall tatsächlich spannender, wenn der Leser erst nach und nach rauskommt, was denn da tatsächlich der Knackpunkt war.

    Entscheidende Frage wäre hier für mich: Ist der Streit bzw, wie es dazu kam ein großer Teil des Plots? Falls nein, brauchst du in meinen Augen gar nicht erzählen, wie es dazu kam, vielleicht nur in ein oder zwei Nebensätzen andeuten. Falls ja - spiel damit. Streu noch ein paar Kapitel lang immer Andeutungen, lass z. B. die Charaktere halb vergessen, was da passiert ist, und dann bringt der eine nen dummen Satz und schwupp, herrscht wieder eisige Stimmung zwischen den beiden, weil sie sich plötzlich wieder dran erinnern. Sowas macht den Leser neugierig und bringt ihn zum Nachdenken und miträtseln. Und wenn dann letztendlich der Punkt kommt, wo du den Grund enthüllst, hat der Leser einen “ach du sch… deshalb also!” Moment.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    Okay, ich bin eigentlich nicht so pingelig/paranoid, was meine Online-Gewohnheiten angeht, aber nachdem ich mir das Formular grad runterladen wollte, sehe ich doch so nebenbei, dass man dafür die Email-Adresse eingeben muss… und zusätzlich aber einwilligen muss, dass diese für Werbezwecke weiterverkauft wird. Sorry, aber damit werde ich die Anmeldung sein lassen. Sehr schade, denn es klang nach einer tollen Idee, aber es gibt auch genug Seiten, wo man solche Formulare teilen oder direkt zum Online-Ausfüllen erstellen kann, ohne sich direkt im Spam-Verteiler zu registrieren.

    Für diejenigen, die sich die Datenschutzbedingungen nicht so genau angeguckt haben, hier der relevante Passus:

    Der Nutzer willigt darüber hinaus gegenüber filehosting ausdrücklich ein, dass filehosting gewonnene Bestandsdaten und Nutzungsdaten des jeweiligen Nutzers Dritten zur Speicherung, Nutzung und/oder Verarbeitung - auch entgeltlich - zur Verfügung stellt, wobei diese Weitergabe auf Organisationen und Unternehmen beschränkt wird, die den filehosting - anhand der Nutzungsdaten - erkennbaren Interessen und mutmaßlichen Wünschen des Nutzers entgegenkommen. Eine Weitergabe der personenbezogenen Daten an Dritte oder einen anderen Dienstanbieter wird filehosting dem Nutzer anzeigen, § 4 V TDDSG. Der Nutzer willigt ausdrücklich gegenüber filehosting ein, dass diese Organisationen und Unternehmen dem Nutzer Informationen, Angebote, Muster und Werbung (per Post, per Email und Telefon) zukommen lassen dürfen.

    Verfasst in Neuigkeiten weiterlesen
  • Buchschubse

    Ach ja, und dann hatte ich letzte Woche noch das W am Anfang vergessen und es wurde zur Eiterleitung…

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • Buchschubse

    @czil In diesem Fall gibt es keine überfrierenden Nächte, das Klima ist am alten Ägypten orientiert, das Volk kennt also definitiv nix gefrorenes. (Nachts sind die Temperaturen da nur selten unter 10 Grad plus.)

    Mit “auf Teufel komm raus vermeiden” hat das meiner Ansicht nach nichts zu tun. Das Buch ist aus der Perspektive des Hauptcharakters geschrieben, also lasse ich selbstverständlich auch ihre Stimme erzählen. Wenn da plötzlich Worte und Beschreibungen auftauchen, die absolut nicht zum Erfahrungsbereich des Charakters passen, dann ist das schlampiges Schreiben und genau das, was einem auch jeder professionelle Lektor ankreuzen wird. Genauso wie das Mädel z.B. das Wort “Krieg” nicht kennt und das einer der Plotpunkte in Band drei wird, wo sie lernt, was es damit auf sich hat.

    Worte, die in einer Sprache nicht benutzt werden, werden nun mal mit der Zeit vergessen und verschwinden aus dem Sprachschatz. Da ist die Fantasy nicht anders als die reale Welt.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.