• A
    Anika Beer

    24? Na ja … fast. Ich werde im Oktober 34. ;)

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  • A
    Anika Beer

    Hallo Kirja,

    ich glaube, ich habe an anderer Stelle schon was dazu geschrieben, aber ich kann dir auf jeden Fall bestätigen, dass es kein Ausbildungsberuf ist. Viele Lektoren haben etwas Sprachwissenschaftliches studiert, was natürlich Sinn ergibt, weil man eine gewisse Begeisterung für die Arbeit mit Sprache natürlich mitbringen muss.
    Was mich betrifft, ich habe Biologie studiert. ;) Aber ich habe schon immer viel gelesen und selbst geschrieben und vor allem immer wissen wollen, wie man Geschichten am besten erzählt. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich anderer Leute Texte viel besser analysieren kann als meine eigenen, und nun ja. Da bin ich. :)

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  • A
    Anika Beer

    Ah, ich würde vielleicht eher sagen, dass ich Lektorin bin, weil mir das Überarbeiten Spaß macht. Aber das ist wahrscheinlich so eine Henne-Ei-Frage. :D

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  • A
    Anika Beer

    Das kann ich gar nicht mit Bestimmtheit sagen, das hängt von der Geschichte ab. Manche Geschichten brauchen zwei Durchgänge, andere zwanzig (kein Scherz!). Das Buch ist fertig, wenn es fertig ist. Wann es soweit ist, das lasse ich allerdings meist andere beurteilen, weil man halt irgendwann anfängt zu schielen sobald man auch nur das Dokument öffnet.

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  • A
    Anika Beer

    Tja, also nach allem was ich so mitbekomme, ist es sehr unterschiedlich, die Vorschüsse sind sehr unterschiedlich hoch, und Autoren schreiben sehr unterschiedlich viele Bücher pro Jahr. Die größte Schwierigkeit, wenn man nicht gerade den Super-Bestseller gelandet hat (für deutsche Autoren ist das ja nochmal schwieriger als für englischsprachige), ist wohl, dass man nie so genau weiß, wann der nächste Vorschuss kommt. Selbst wenn man viel schreibt, heißt das ja nicht, dass man auch jedes Buch an einen Verlag verkauft bekommt. Ich habe etwa vier Jahre lang vom Schreiben allein gelebt und es ging irgendwie (da hatte ich noch kein Kind), aber ich empfinde es inzwischen als sehr angenehm, das etwas kalkulierbarere Zusatzeinkommen durch das Lektorat zu haben. Trotzdem schwebt immer die “Gefahr der Lücke” im Raum, die sich durch unerwartete Ausgaben auftun kann, oder wenn sich mal eine Zahlung verzögert. Unterm Strich: Es geht, aber leicht ist es nicht. Zumindest nicht nach meiner Erfahrung.

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  • A
    Anika Beer

    Oh, ich mag eigentlich alles ganz gern, bis auf die Mitte, wenn ich eigentlich lieber was ganz anderes schreiben würde. :P Aber ich glaube, am allerliebsten habe ich diesen wahnsinnigen Rausch ganz am Ende, wenn ich einfach die ganze Nacht durchschreibe, bis das Buch fertig ist.

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  • A
    Anika Beer

    So richtig festlegen muss man sich nicht unbedingt, aber man sollte in dem Genre, in dem man seinen ersten Roman verkauft, auch noch ein paar weitere Ideen in einer ähnlichen Richtung nachliefern können, weil ein Verlag ja im Idealfall auch eine Marke mit dem Autoren aufbauen will. Grundsätzlich ist Vielseitigkeit aber nichts schlimmes. ;)

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  • A
    Anika Beer

    Die Aufgaben als freie Lektorin sind etwas anders als die einer Verlagslektorin. Bei mir landen entweder Bücher von Selfpublishern oder von Autoren, die ihre Texte für Agenturbewerbungen o.ä. feinschleifen wollen - oder eben von Verlagen, die Texte für ihr Programm eingekauft haben und die nun in Zusammenarbeit mit den Autoren aufpoliert haben wollen. Das ist also reine Textarbeit (manchmal auch ein Exposégutachten), während Lektoren im Verlag ja auch viel damit zu tun haben, Texte zu sichten und zu überlegen, ob sie die für ihr Programm passend finden, und dann kalkulieren, was man eventuell dafür zahlen würde. Diese Einkaufstätigkeiten fallen bei mir komplett weg.
    Ich kam darauf, Lektorin zu werden, weil ich gemerkt habe, dass mir Textarbeit mit anderer Leute Texten liegt und Spaß macht. Also habe ich einfach mal bei ein paar Verlegern und Verlagslektoren angefragt, die mich als Autorin schon kannten, ob sie mir einen Text anvertrauen würden. Das hat auch ziemlich schnell geklappt. Außerdem bin ich über persönliche Empfehlungen an ein paar Selfpublisher-Aufträge etc. gekommen. Man muss natürlich am Ball bleiben, aber alles in allem ist es eine schöne Ergänzung zur Autorentätigkeit.

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  • A
    Anika Beer

    Hallo Schneeflocke,
    zuerst mal: Ja, ich bin bei einer Agentur und sehr, sehr glücklich darüber. Ich möchte aus verschiedenen Gründen nie wieder ohne meine Agentin sein. Die Verlagsbranche ist ziemlich hart, wenn man länger drinsteckt, da werden Bücher verschoben, gekippt, Hardcover zu Taschenbüchern, Ideen gefordert und noch viel mehr verworfen und und und. Da ist es einfach gut, wenn man einen Partner hat, der einem im Zweifelsfall immer den Rücken freihält und die unangenehmsten Gespräche für einen führt. Aber auch im “normalen” Verlagsalltag ist die Agentur für mich sehr wichtig. Zum Beispiel kann ich überhaupt nicht verhandeln. Ich finde es sehr schwierig, mit Leuten über Geld zu reden, mit denen ich kurz darauf auch noch konstruktiv über Inhalte in meinem Text sprechen soll. Mal ganz davon abgesehen, dass ich von Vertragsrecht viel weniger Ahnung habe als die Rechtsabteilung meiner Agentur, die dann auch hinterherläuft, dass Abrechnungen und Zahlungen pünktlich kommen und all das. Von daher: Ich möchte meine Agentur auf gar keinen Fall mehr missen.
    Was Selfpublishing angeht: Ich bewundere alle, die das können. Ich könnte es nicht. Selbstvermarktung empfinde ich als sehr kräftezehrend, aber ich weiß, dass es auch Menschen gibt, die da voll drin aufgehen und trotzdem noch Energie haben, um tolle Bücher zu schreiben. Ich denke, das muss man einfach ausprobieren.

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  • A
    Anika Beer

    Oh, aber gern! Ist die Zeit echt schon um? Ich beantworte natürlich noch alles, und bleibe bestimmt auch noch ein bisschen hier sitzen, falls es Rückfragen gibt. Es war super mit euch! :)

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