Nachdem euch ene Woche lang Touren, Workshops und eine Schreibnacht um die Ohren gehauen wurden, dachte ich, ich könnte es etwas ruhiger angehen lassen und stelle euch nach und nach ein paar Bücher vor. Natürlich dem Thema der Woche entsprechend: Die Apokalypse

Bernard Giersche - “Das letzte Sandkorn”

Klappentext: „Du hast zehn Tage Zeit, die Welt zu retten, bevor ich sie zertrete mit allem Gewürm darauf. Zehn Tage und Nächte gebe ich Dir, Dir alleine, um die Welt zu retten. Nutze sie oder vergehe zusammen mit allen anderen Deiner Art."

Alle Menschen auf der Erde erhalten zur gleichen Sekunde die gleiche Botschaft. Und jeder wird zum Retter der Welt. Augenblicklich brechen alle Gesellschaften auf dem Erdball zusammen, denn jeder Mensch wird zum alleinig auserkorenen göttlichen Werkzeug und jedes menschliche Individuum findet die Ursache von Gottes Zorn woanders.
Und sie handeln so, wie Menschen stets handeln.
Nur Wenige werden den zehnten Tag erleben.
Aber wird es einen elften Tag geben?

Meine Meinung:
Mit dieser Idee wäre ich vollkommen überfordert gewesen, aber Giersche erschafft glaubwürdige Charaktere und hält sich nicht lange mit dem Chaos auf, das zu Beginn unweigerlich ausbricht. Die Geschichte spielt zum Großteil danach und ist überraschend ruhig, aber deswegen so gut. Es wird sich auf die Handlungen der Figuren, anstatt auf Gemetzel konzentriert. Und das macht es so spannend, denn als Leser fragt man sich, wie man selber in solch einer Situation handeln würde und natürlich, wie solch eine Geschichte enden soll. Der verrückte, religiöse Gegner darf nicht fehlen, aber auch der kommt ohne Klischees aus. Ein großartiges Buch und eine absolute Leseempfehlung von mir.