[Wörter: 2.714
Status: Rohfassung - erste Überarbeitung erst in höchstens 2 Wochen möglich, besser 4
Titel: Arbeitstitel - der gehört zur Überarbeitung
Info und Selbsteinsicht: Hauptaufgabenstellung der Aufgabe 4 verfehlt]

Francis beugte sich über die Leiche. Nach dem ersten Schreckensmoment und dem zweiten Moment, wo er eher fasziniert war, interessierte er sich brennend, was hier passiert sein konnte.
„Verdammt Scheiße“, brüllte hinter ihm eine nur zu bekannte, aber im Moment wenig willkommene Stimme.
„Halt die Klappe, Pele, dich muss keiner hören!“, rief er und beugte sich ein Stück tiefer. Er hörte, wie Pele sich ihm langsam näherte und etwas weiter entfernt noch zwei weitere Menschen zu ihm und der Leiche kamen. Das Schlurfen erkannte Francis überall und wenn er das hörte, war der andere nicht weit. Pele hatte Darla und Thoma angeschleppt, die seit fast einem halben Jahr ein Pärchen waren und es nicht lange ohne den anderen aushielten. Dafür war die Liebe wohl noch zu jung.
„Hast du ihn getötet?“, fragte Pele und wirkte ziemlich interessiert, sehr viel weniger schockiert.
Francis verzog das Gesicht, als er zu ihr aufblickte. Pele, genauer gesagte Penelope, wie sie aber niemand hier nannte, hockte sich zu ihm und inspizierte ebenfalls die Leiche.
„Das ist Jimmy Taco!“, bemerkte Thoma. Er zeigte so etwas wie Erschrecken. Doch erschreckender war mehr, dass er eine ähnliche Faszination zeigte, wie sie Pele eben verspürt hatte. Das klinische Interesse war aber nicht ihrer beider Privileg. Darla verspürte gleichfalls wenig den Wunsch, einen gebührenden Abstand zu halten und Pele zückte gerade einen Bleistift, um etwas von dem Erbrochenem aufzunehmen.
„Er heißt nicht Jimmy Taco, sondern Jimmy Bellisario“, stellte sie mit leicht abwesender Stimme klar.
„Aber er isst immer Tacos, deshalb Jimmy Taco“, erwiderte Thoma und klang fast etwas beleidigt.
„Hört auf zu streiten, wir müssen die Polizei holen!“, erinnerte Darla an eine Kleinigkeit.
„Keinesfalls, wenn Francis ihn getötet hat, dann kommt er in den Knast“, gab Pele zu bedenken.
„Ich habe ihn nicht getötet!“
Die Blicke aus den Gesichtern seiner Freunde war eindeutig. Sie glaubten ihm kein Wort.
„Ich kann ihn außerdem nicht getötet haben.“
„Und, wieso nicht?“, fragte Pele.
„Weil Jimmy schon seit einiger Zeit tot ist.“ Francis prüfte kurz die Temperatur an der Halsbeuge und wiegte den Kopf. „Muss natürlich noch an der Leber ausgemessen werden. Aber es dürften mindestens zwei Stunden gewesen sein und das gilt selbst dann, wenn man bedenkt, dass er auf dem kalten Boden gelegen hat. Zu der Zeit war ich jedoch bei meiner Mutter. Sie hat darauf bestanden, dass ich endlich wieder mal etwas Vernünftiges esse und mir nicht ständig Pizza reinpfeife. Ich war bei ihr außerdem den ganzen Vormittag, weil sie nämlich auch darauf bestand, mir einen Vortrag über richtiges Einkaufen halten zu müssen. Schließlich muss ich ja mit dem Unterhaltsgeld auskommen.“
„Du Ärmster“, spottete Thoma.
„Dann ist die Frage, wer ihn dann getötet hat“, meinte Pele.
Darla, Thoma und Pele schauten sich gegenseitig an, während Francis sich dem Luxus hingab, alle drei anstarren zu dürfen.
„Ich frage mich nur, warum es einer von uns sein muss“, hielt Thoma ihr entgegen.
„Weil wir alle vier ein Motiv haben, ähm hatten“, antwortete Darla statt Pele.
Francis lachte trocken. „Nicht nur wir vier“, warf er nicht unberechtigterweise ein. „Jimmy hat den halben Campus gegen sich und mindestens die Hälfte von denen würde ihn gern mal hochkant nehmen und davon die Hälfte sähe ihn gerne tot und wenn ich dann noch mal schätze davon die Hälfte würde nur zu gern dabei helfen. Er ist ein Arschloch. Gewesen! Wenn es zudem wahr ist, was an Gerüchten kursiert, hat er sich an mindestens zwei Studentinnen vergangen.“
„Zehn!“, korrigierte Darla. Da sie die Fragezeichen in den Gesichtern ihrer Mitkommilitonen nicht ignorieren konnte, fügte sie hinzu: „Vertrauensrätin.“
„Stimmt!“, erinnerte sich Pele. „Doch dann können wir davon ausgehen, dass es weit mehr Studentinnen gewesen sind.“
„Und niemand konnte ihm etwas nachweisen“, erinnerte Francis an ein unerquickliches Detail.
„Damit kommen nicht nur wir zu einem Motiv, sondern wohl eine ganze Menge mehr Leute. Einschließlich Eltern, Freunde, Freundinnen und andere, die ihn gern tot sehen würden.“
„Er hatte dich auch angepackt, oder?“, fragte Francis und blickte Darla an.
„Ja, und ich habe ihm so eine runtergehauen, dass er mich auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagt hat. Arschloch. 2.500 Schleifen musste ich ihm bezahlen. Aber bevor du weiter fragst, Francis, ich habe auch ein Alibi, aber das werde ich hier nicht zum Besten geben. Reicht, wenn ich das der Polizei sagen muss.“
Pele schnüffelte an dem Erbrochenen und verzog immer wieder das Gesicht. „Brauchst nichts zu sagen, wer dein Alibi ist. Aber euch gegenseitig ein Alibi zu geben, weil ihr miteinander poppt, wird euch vor der Polente nicht helfen“, meinte sie und blickte dann mit unschuldigem Augenaufschlag zu den beiden auf.
„Ach, nicht? Mein Bruder hat uns beide erwischt und wenn es wirklich zwei Stunden sind, dann haben wir ein Alibi. Die Frage ist, hast du eines?“
Pele kicherte und zog ein Taschentuch aus ihrer Hosentasche, um den Bleistift zu reinigen.
„Nein!“, sagte sie, „Zumindest keines, was gelten würde. Ich war in der Bibliothek, als ich diese merkwürdige SMS von Darla bekam.“
Francis sah sie verdutzt an. „Du auch? Aber die SMS kam eigentlich von dir und nicht von Darla.“
„Wir haben auch eine SMS bekommen und die kam von Pele“, informierten Darla und Thoma unisono. „Und ich habe dir keine SMS geschickt“, fügte Darla noch hinzu.
Pele verzog das Gesicht und murmelte etwas von „Nervige Verliebte“, dann räusperte sie sich aber. „Ich denke, dass wir uns gegenseitige keine SMS geschickt haben, davon können wir ausgehen. Gehen wir außerdem davon aus, dass wir vier es nicht waren. Ich denke, letztlich kann ich wahrscheinlich auch ein paar Zeugen auftreiben, die mich in der Bibliothek gesehen haben. Und auch bei euch beiden denke ich, dass dein Bruder, Darla-Schätzchen, euch beiden ein Alibi gibt. Und Francis’ Mutter wird ihm auch ein starkes Alibi geben. Dann bleiben die besagten elf Vergewaltigungsopfer, wobei …“
„Zehn“, wiederholte Darla, dann jedoch sah sie Pele erschrocken an. „Du meinst doch nicht … Nein, das kann nicht wahr sein!“
„Was?“, fragte Francis und dann setzte auch bei ihm die Erkenntnis ein. Doch es war Thoma, der die Gedanken aussprach: „Franziska, sie starb in diesem Haus. Die Polizei sagte, dass sie vorher vergewaltigt worden sei. Ich war hier gewesen, um mir den Tatort anzusehen, weswegen mich die Polizei damals fast vier Stunden befragt hatte. Sie glaubten, ich wäre ihr Mörder gewesen und sei zum Tatort zurückgekehrt. Ich hatte zum Glück Zeugen, die bestätigen konnten, dass ich gar nicht in der Nähe sein gewesen war. Ich habe es damals aufgegeben, noch mal in das Haus zu gehen. Aber wenn ich raten dürfte, dann ist die Stelle, wo Jimmy jetzt liegt der Ort, wo Franziska gefunden worden ist.“
Thoma hockte sich neben Jimmys Leiche und betrachtete sie. „Wenn der Bastard es wirklich gewesen ist, oder, was auch möglich ist, dass jemand denkt, er war es, dann gibt es wirklich sehr viele Leute, die ihn nur zu gern tot sehen möchten. Aber der Tod von Franziska macht ein paar Leute sehr viel interessanter als andere. Doch, und das sind hier die entscheidende Fragen: warum wurden wir angesimst? Und, von wem? Es kann nur jemand sein, der über genügend Kenntnisse in Sachen Technik verfügt. Denn vorzugeben, dass die SMS von jemand anderem ist, erfordert schon ein paar Kenntnisse mehr.“
„Ich kenne jetzt nur die Leute von der Computer-AG. Darüber hinaus kann sich jeder das nötige Wissen über Youtube reinziehen“, wandte Darla berechtigt ein. „Ich denke, wir kommen weiter, wenn wir schauen, wer Franziska rächen würde wollen und warum wir hier sein sollen? Ich meine, derjenige kann doch davon ausgehen, dass wir ein Alibi vorweisen können und die SMS haben wir auch alle noch im Handy.“
Francis zog seines hervor und blickte drauf. „Ich war in der Nähe des Hauses“, sagte er, „Ich habe mich gewundert, was ich hier soll. Die Abrissbagger stehen schon bereit.“ Er erhob sich, um seine Beine wieder mit etwas mehr Blut zu versorgen, da sie ihm einzuschlafen drohten und auch Pele schien es kaum anders zu ergehen. Sie jedoch vertrat sich die Füße und ging zu einer Stelle, die sie zuvor schon interessiert hatte und hockte sich erneut hin.
„Noch mehr Erbrochenes? Ist übrigens eklig, wenn du den Stift noch weiter verwendest“, meinte Darla.“
Pele lachte nur. „Ich glaube, ich habe die Ursache für die Kotze. Er ist vergiftet worden. Wenn man von hier schaut, sieht man auch Schleif- und Scharrspuren auf dem Boden. Gegenlicht ist doch eine gute Sache. Jedenfalls, tretet mal ein Stückchen zurück.“
Die drei gehorchten und gingen in einem etwas weiteren Bogen zu Pele, um sich alles von der Seite aus anzusehen. Tatsächlich konnte man von hier erkennen, dass es Spuren auf dem Boden gab. Und man sah auch ihre Spuren, die von der Tür herkamen. Thoma kniff die Augen zusammen, um zu sehen, von wie viel Spuren sie ausgehen mussten. „Wenn mich nicht alles täuscht, sind das nur unsere und die von Jimmy.“
„Aber …“ Francis brach ab, da er nicht wirklich die Frage aussprechen musste.
Pele zog ihrerseits ihr Handy hervor und scrollte zur SMS, die sie hierher gelockt hatte. „Jemand schickt uns eine SMS, der jedoch selbst gar nicht hier war. Der einzige, der hier war, war Jimmy. Doch, wenn dieser sich umbrachte, wovon ich jetzt erst einmal nicht ausgehe, warum schreibt er uns alle an?“
„Wir waren ihre Freunde“, antwortete Thoma, „ich meine, …“ Er wandte sich ab und ließ seinen Blick über den trostlosen Ort streifen. „Wir waren zusammen. Wir haben Zeit miteinander verbracht. Als ihre Leiche gefunden wurde, ich weiß nicht, danach war alles anders. Es ist zwei Jahre her und wir treffen uns zum ersten Mal wieder alle an einen Ort außerhalb des Campus’. Wir grüßen uns noch, und fragen, wie es dem anderen geht, und so. Aber es hat sich was verändert. Das hier hat uns verändert. Wir haben nie darüber gesprochen. Sie ist hier gestorben und wir sind auseinander gegangen. Ich hatte ihren Tod untersuchen wollen. Von ihrem Bruder weiß ich, dass die Polizei letztens die Mitteilung schickte, dass sie die Untersuchung eingestellt hätten. Es gäbe keine Beweise und keine Verdächtigen. Das mit Jimmy war bekannt, aber jede Frau hatte letztlich die Anzeige zurückgezogen und die, die sich als einzige gewehrt hatte, die hat er mit einer Schadensersatzklage überzogen. Und Beweise gab es auch nie welche. Es stand immer Aussage gegen Aussage und er hatte immer ein Alibi. Nach Franziskas Tod, ich weiß nicht, hat jeder für sich weiter gemacht. Also, wenn ihr mich fragt, wir sind die Verbindung zu seinem Tod und zu ihrem. Wer immer uns die SMS schickte, wusste das.“
Er blickte wieder zu seinen Freunden.
„Nur, weil wir nicht mehr ständig miteinander zusammen hängen…“ Pele stockte. „Ach, ich weiß nicht. Ja, es hat sich was geändert. Aber wir treffen uns doch noch immer. Nur, nicht mehr so oft und außerdem schlaucht das Studium auch ziemlich.“
„Aber wir könnten wirklich mal wieder was gemeinsam unternehmen“, meinte Darla. „Und, wir sollten über Franziska reden und wir sollten herausfinden, ob dieser Bastard etwas mit ihrem Tod zu tun hat.“
„Okay, dann machen wir das“, stimmte Francis zu und Thoma nickte.
„Hol mich verdamm mich noch einmal!“, rief plötzlich Pele, die Augen weit aufgerissen.
Francis, der noch sagen wollte, dass sie mit der Sprache rausrücken sollte statt nur zu fluchen, sah, was sie zu diesem Ausbruch veranlasste und nicht nur er sah es. Alle starrten um sich und es ließ sich nicht ignorieren, dass es von einem Moment zum anderen merklich kälter geworden war. Eis überzog die Wände und das Licht, das durch die zerbrochenen Fenster fiel, stammte urplötzlich nur noch von einer einsamen Straßenlaterne. Schemen, die vage menschlich wirkten, huschten durch den Raum.
Darla schrie kurz auf und rieb sich ihre nackten Arme, als einer der Schemen durch sie hindurch ging. Alle vier machten augenblicklich Platz und versuchten zu erraten, was hier vor sich ging. Außer ihrem eigenen Atem und den Geräuschen, die sie machten, war nichts zu hören. Alles geschah in völliger Lautlosigkeit.
„Das ist Franziska“, flüsterte Pele plötzlich. „Erkennt ihr sie?“ Sie deutete auf einen der Schemen und tatsächlich nickte erst Francis und dann auch die anderen.
„Der andere ist Jimmy. Ich erkenne die Jacke und wenn ich die Augen zusammenkneife, würde ich sagen, ist das sein Gesicht. Da …“ Er deutete auf etwas.
„Er hält sie fest!“, rief Thoma
„Ich will das nicht sehen“, flüsterte Darla, „Oh bitte, ich will das wirklich nicht sehen.“
Pele drückte Darlas Hand. „Wir müssen es sehen. Dafür sind wir hier!“
„Aber wir können nichts mehr tun“, erwiderte Darla.
„Seht ihr das auch?“, fragte Thoma und deutete in eine Ecke.
„Ich denke, das wiederholt sich, es ist immer die gleiche Szene“, stellte Francis fest.
„Ja, und dort in der Ecke ist etwas. Es fällt etwas hin.“
Thoma ignorierte die Schemen und lief völlig angstfrei dorthin, wohin er eben noch gezeigt hatte. Als er sich hinhockte, schob er einige Bauplanen und gesplittertes Holz zur Seite, dann blickte er triumphierend auf. Doch gleich darauf wurde er bleich. Der zweite, kleinere Schemen gewann an Konturen und er blickte direkt Franziska an. Sie lächelte und verschwand.
Francis trat zu ihm und zwang ihm seinen Blick auf. „Das war jetzt wirklich gruselig, aber mach jetzt nicht schlapp!“, sagte er mit eindringlicher Stimme.
Thoma schluckte und nickte. „Ich dachte, es wäre halb so schlimm, wenn es Geister sind. Aber sie zu sehen – so zu sehen …“ Er wankte und Francis hielt ihn fest.
„Was hast du gesehen?“, fragte Darla leise.
Thoma war dankbar für die Ablenkung und deutete dann zum Boden. Die Dielen waren schon vor langer Zeit zum Teil zerborsten und dazwischen funkelte die Strassaugen eine winzige Goofy-Figur. „Der ist von Franziska“, sagte er. „Das ist ihr USB-Stick.“
Pele hob ihn auf und zog ihr Tablet hervor, um den USB-Stick anzusehen. Bald darauf presste sie ihre Lippen zusammen. „Hier ist alles drauf, um Jimmy mit den Vergewaltigungen in Verbindung zu bringen und wahrscheinlich reicht es auch aus, ihn des Mordes an Franziska zu überführen. Sie hat ihm einen Brief geschrieben, dass sie alle Beweise zusammen hätte und er nur die Chance bekäme, sich selbst der Polizei zu stellen.“ Sie reichte Thoma das Tablet.
„Sie hat ihn wirklich im Alleingang überführt. Ich verstehe nicht, warum die Polizei den USB-Stick nicht gefunden hat.“
Darla, die ihre Arme verschränkt hatte, um die Kälte abschütteln zu können, blickte zu der Leiche. „Sie hat ihn auch im Alleingang getötet. Sie hat uns die SMS geschickt. Entschuldige, Franziska, dass wir nicht dran geblieben sind.“
Thoma trat zu ihr und nahm sie in den Arm.
„Ich denke, unsere Alibis werden dafür sorgen, dass die Polizei nicht davon ausgeht, dass wir Jimmy getötet haben. Die SMS lassen wir am besten weg“, meinte Francis, „Wir sagen einfach, dass wir uns noch einmal hier treffen wollten, um Franziska zu gedenken, schließlich ist bald ihr Todestag und das Haus wird abgerissen. Dass wir ihn gefunden haben, ist Zufall. Es gibt keine Geister, die ihren eigenen Tod rächen. Sie werden die Akte schließen und wenn wir die Klappe halten, kommen wir nicht in die Geschlossene.“
Pele lachte, aber es klang nicht, als würde sie über einen Witz lachen. „Die werden uns in die Mangel nehmen und sie werden merken, dass wir unsere Aussagen verabredet haben. Aber wenn wir sagen, dass es hier Geister gibt, können wir uns wirklich gleich selbst einweisen. Sollen sie denken, was sie wollen. Ach ja, und sagt, dass ihr keine Ahnung habt, womit er umgebracht wurde.“
Darla blickte über Thomas Schulter Pele an. „Womit wurde er denn getötet?“, fragte sie.
„Rattengift. Liegt hier überall rum. In Pulverform. Eigentlich ist es so verboten und wird gar nicht mehr gemacht. Aber wir haben das Zeug jetzt an unseren Klamotten. Zu leugnen, dass wir hier waren, wäre also Blödsinn. Aber wir haben nichts an unseren Händen und es gibt keine Kampfspuren. Er hat das Zeug freiwillig gegessen, würde ich sagen, wenn auch wohl aufgrund der Einflüsterung von Franziska. Ich glaube an Geister, aber zu hören bekommt das außer euch keiner.“ Sie grinste und nahm Thoma ihr Tablet ab. „Gehen wir die Polizei anrufen. Es wird Zeit, dass Franziska Ruhe findet. Und der Bastard hier kann meinetwegen ohne Haus herumspuken. Wenn es eine gerechte Strafe gibt, dann die, dass er niemals zur Ruhe kommt und er niemanden von den Lebenden erreicht bis in alle Ewigkeit.“
„Amen“, murmelte Darla.
„So sei es!“, bestätigte Francis, während Thoma noch ein stummes Gebet an ihre Freundin schickte.