Gruppendetails Privat

Prokrastinationskönig

Für gewisse Teilnehmer des Aktionstages der Chatters Anonymous am 12.02.2016

  • Andrea Weil

    Danke :-D Ja, ich zittere etwas mehr als sonst, was wohl die Rezensent*innen sagen :sweat_smile:

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  • Andrea Weil

    Ja, die Botschaft ist tatsächlich sowas wie: Kein Projekt ist umsonst geschrieben, mit Geduld und stetiger Verbesserung findet es seine Leserschaft. Hoffentlich :grin:

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  • Andrea Weil

    Seit gestern Abend, als ich schon kaum mehr damit gerechnet hatte, dass der Verlag den angekündigten Termin einhalten kann, ist mein dritter Roman “Menschenwolf” erschienen. Warum ich hier erst über den dritten schreibe? Weil es die Kategorie bei No Pflock und Neun Leben, achtzehn Krallen noch nicht gab - und weil Menschenwolf für mich persönlich nochmal was ganz besonderes ist. Es ist mein wirklicher Erstling.

    Die erste Fassung fing ich an, vor 20 Jahren zu schreiben. Zwanzig! In der Schule, meist im Englisch- und GK-Unterricht, während die Lehrer glaubten, ich protokolliere fleißig mit. Kurz nach Beendigung suchte ich eine Möglichkeit zur Veröffentlichung und bekam ein Angebot eines Druckkostenzuschussverlages, das ich letztlich aus einem Bauchgefühl ablehnte. Zum Glück! Ich war naiv und dumm und hätte Scheiß-Abzockern mein Geld und meine Rechte in den Rachen geschmissen! Und eine völlig unausgereifte Fassung rausgebracht. Denn damals hatte ich noch gar nicht meinen Stil und meine Stimme gefunden.

    Winter 2004/2005 machte ich ein Praktikum bei einer deutschen Zeitung in Montreal. Eines Nachts erwachte ich mit einer völlig neuen Anfangsszene im Kopf, die da begann, wo Fassung 1 endete. Ohne, dass mir bewusst gewesen wäre, überhaupt an Menschenwolf gedacht zu haben (und ja, der Titel ist meiner und 20 Jahre alt). Ich stand auf, schrieb sie wie im Rausch runter und seither ist sie fast unverändert geblieben. Im Gegensatz zum Rest der zweiten Fassung, die im Studium entstand.

    Fast forword zum Jahre 2014. Ich habe gerade einen weiteren Halbjahresvertrag meiner Zeitung in Schwedt an der Oder abgelehnt und bin arbeitslos. Offiziell. Tatsächlich krempele ich mein ganzes Leben um und bereite meine Selbständigkeit vor als freie Journalistin, Umweltpädagogischer Dozentin mit Schwerpunkt Wolf und, was ich damals noch nicht geplant hatte, Lektorin. Und schrieb Fassung 3. Passte das Wolfsverhalten immer an den neusten Stand der Wolfsforschung an und warf den Vampir raus, weil Twilight mir diese Kombi unmöglich gemacht hatte. Er fand ein neues Heim als Ravic in No Pflock. Denn als das endlich geschafft war, brach der Damm und die Ideen fluteten meinen Kopf, nachdem ich mich jahrelang kreativ völlig ausgetrocknet gefühlt hatte.

    Mit diesem Manuskript überzeugte ich die Agentur Ashera davon, mich zu vertreten, es selbst blieb aber liegen. Ich war sehr verunsichert, eine Lektoratskollegin hatte es angelesen, abgebrochen und mochte schon das Werwolf-Konzept nicht. Das wollte ich um nichts in der Welt ändern und für andere Verbesserungsideen war ich zu betriebsblind. Dann kam 2018 das Angebot vom Isegrim-Verlag. Isegrim, wie perfekt ist das? Ich brach in Freudentränen aus und stotterte meiner Freundin und Wolfsexpertin Elli Radinger eine völlig unverständliche Nachricht auf den Anrufbeantworter. Ich schrieb das Buch noch einmal nach Anmerkungen des Lektorats um - sie betrafen nichts, was für mich der unveränderliche Kern meiner Geschichte war. Erst hier kamen meine lieben @Chatadias der Schreibnacht ins Spiel mit Rat und Mutmachen, aber das macht ihren Beitrag nicht weniger wichtig. (Danke ❤)

    Und da ist es nun. Lange Zeit, viel Arbeit, viel Angst und Zweifel, dafür jetzt umso größere Freude. Es ist sicher nicht mein bestes Buch aber das, was mir am meisten am Herzen liegt und dessen unterschiedliche Versionen so gut wie kein anderes Werk meine jeweilige Lebensphase widerspiegeln. Ich hoffe so sehr, dass es den Leser*innen gefallen wird. Das tun wir ja immer, aber diesmal noch mehr. Und deshalb schreibe ich hier auch diesen Roman über einen Roman. :sweat_smile:

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.